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Mächlistall und Hore
 
 
Mächlistall und Hore Alp Kataster Nr: 762-062+064 Seite neu laden Feedback
mutiert: 28.07.2009 15:40:51 Zugriffe:
Sennten
  • 27332 - Mächlistall
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    Titelbild Mechlistal und Hore
    Von Tschuggen nach SE übersieht man den ganzen Kessel von Mechlistal mit vorne Widbodmen, Hore und dem Unterstafel.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2008
       
    Bilder zur Alp

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    Gemeinde / Amtsbezirk Diemtigen / Niedersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Mechlistal ist Genossenschaftsalp der Alpkorporation Mächlistall in Zimmerwald; Kontaktperson Ernst Guggisberg-Tanner, Wald, 3086 Zimmerwald, 031 819 22 76.

    Hore ist Privatalp der Generationengemeinschaft Werner und Niklaus Neukomm, Horben, 3755 Horboden, 033 681 23 54.
       
    Info zur Alp
    Ernst Guggisberg-Tanner
    Wald
    3086 Zimmerwald
    Tel: 031 819 22 76
       
    Landeskarten 1:25000   NIESEN  1227
    1:50000   GANTRISCH  253
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Ober Mechlistall 
       
    Koordinaten 611400/160850  E 7° 35' 14.69
    E 7.587413 - N 46.598813
       
    Höhe ü. M. 2009 m
       
    Lage der Alp Dreistaflige Alp in einer ähnlichen NW-Mulde wie Tschiparellen, jedoch weniger talförmig, ausgeprägtere Stufen, zwischen Mägessern und Schmälihorn auf 1570 - 2300 m. Derselbe Hochalpcharakter im Oberst-Stafel wie auf den Nachbaralpen. Ebenfalls weichen Bodenqualität und Grasnarbe nur unwesentlich von diesen ab. Alle 3 Stafel werden durch Wald- und Felsgürtel voneinander getrennt. In den beiden unteren Stafeln weidgängig und relativ hilb, im Oberstafel strenge Partien und stark den Lawinen ausgesetzt. S des Oberstafels vernässte Mulde, heute Schutzgebiet.
    Hore/Mittelberg (Horn ??) auf 1630 - 1750 m (Wildheu bis 1800 m) hat dieselben Eigenschaften wie seine Nachbaralp Wydbodmen, ist jedoch insbesondere in den oberen Regionen steiler und weniger weidgängig (wie deren Oberstafel Stand). Guter bis sehr guter Pflanzenbestand. Heugewinnung in 2 stafelnahen Heueinschlägen. Gülleverschlauchung unterhalb Stafel; oberhalb althergebrachte Düngerverteilung ??
       
    Wege zur Alp Mit dem PW ins Diemtigtal und über die Erschliessungsstrassen an der Niesenflanke und die bewilligungspflichtige Meienfall-Güterstrasse bis zum Unterstafel; von dort nur noch zu Fuss auf Wanderwegen und dem Jeepweg bis zum Oberstafel; zu Fuss ab Bahnstation Oey oder Postautohaltestellen diemtigtaleinwärts auf den Wanderwegen, welche in die Niesenflanke hineinführen, und von denen einer vom Unterstafel als Bergwanderweg durch die ganze Alp Mechlistal über den Pass ins Frutigtal führt (Wanderbuch3094, Routen 36a+b).
       
    Touristische Informationen Der Niesenkette entlang die grossen Alpen, eine eindrücklicher als die andere, jede eine Geländekammer ausfüllend. Vom Wanderbuch 3094 führt die Route 36a zum Unterstafel, die Route 36b quert die ganze Alp und führt über die Niesenkette ins Frutigtal. Im Oberstafel ein Seelein und Feuchtgebiet (Schutzgebiete).
    Unterhalb des Alpgebietes Restaurationsbetriebe an der Fahrstrasse:
    Restaurant Gsässweid, Peter Neukomm-Wampfler, 3755 Horboden, 033 681 15 32.
    Restaurant Springenboden, Bernadette Dubach-Wenger, 3755 Horboden, 033 681 12 51.
       
    Infrastruktur Der Unterstafel liegt an der Meienfall-Güterstrasse; zu den oberen Stafeln 2003 neu erstellter Jeepweg und Materialseilbahn. 2008 wurde der Verbindungsweg zum Gebiet Ochsen nach Unwetter neu erstellt. 1967 wurden der Bau von Düngerwegen in allen 3 Stafeln oder Anschaffung einer Verschlauchungsanlage empfohlen und zuvor der Bau von grösseren Güllegruben.
    Energieversorgung: Traktor mit Aggregat, Seilbahnmotor; auf Hore Dieselaggregat.
    Trockensichere Wasserversorgung; mangelhaft gefasstes Quellwasser auf dem Unterstafel, was dringend verbessert werden sollte ??
       
    Stafel  1 dreistafliges Senntum, Hore zum Teil als Parallelstafel genutzt.
       
    Bestossung Hore :  73 Stösse   in 30 Tagen (Anfang Juni bis Anfang Juli)
    Mächlistal :  73 Stösse   in 30 Tagen (Anfang Juli bis Anfang August)
    Hore :  73 Stösse   in 15 Tagen (Anfang August bis Ende August)
    Unter Mächlistal :  73 Stösse   in 10 Tagen (Ende August bis Anfang September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 85
    Normalstösse : 62
       
    Weideflächen 136 ha  Weideland ,  3 ha  Waldweide,  19 ha  Wildheu ,  5 ha  Streueland  Total  163 ha
       
    Besonderes zur Alp War die Alp eventuell früher in andern, z.B. Patrizier-Händen ?? Wer weiss darüber Bescheid ??

    Die Seyung Mächlistal beträgt 100 Kuhschweren, die von Hore 17 1/2 Kuhrechte; die Weidefläche von Hore, hier inbegriffen, beträgt: 15 ha Weideland, 1 ha Wildheu, Total 16 ha.

    Ein Rückgang der Nutzung abgelegener Partien ist 1967 unverkennbar. Damals Verteilung der anfallenden Kotgülle mit Pferd und Karren, aber Einsatz von Hilfsdüngern nicht möglich (Transportverhältnisse). Bezüglich Weidesäuberungen und Gebäudeunterhalt (Stallböden) waren 1967 Wünsche offen. Das Wildheu wird 2008 kaum mehr eingebracht.

    Um das Seelein im Oberstafel sind diverse kleine Schutzgebiete ausgeschieden, was eine Intensivierung verhindert.
    Die Alp wird zusammen mit Hore/Mittelberg (762-062) bewirtschaftet, das im Eigentum der Hirten hier ist. Die seinerzeitige Abtrennung von Widbodmen wurde 1967 vom wirtschaftlichen Standpunkt aus nicht unbedingt als richtig bezeichnet. Der Weidegang ist in 4 Schläge geteilt und 2 Heumatten sind ausgezäunt. Anschaffung von 30 Güllerohren und Einführung von teilweiser Güllewirtschaft.
    Hasenloch dient als Vorweide (Teil von 762-053, heute LN ?? Verwalter dieser Genossenschaftsweide: Werner Neukomm).
    Das schöne und gutgräsige Weidegebiet "Ochsen" auf der Krete zwischen Mächlistall und Tschiparellen von ca. 15 ha (612000/161000/2272, lange Zeit nicht mehr genutzt) wird heute wieder mit Rindern genutzt (nur 350 m vom Oberstafel entfernt), ohne dass es ausgezäunt ist, weil keine Tränkestelle eingerichtet wurde!
    Für die Rinder gilt eine sehr differenzierte Stafelführung:
    - Hasenloch: 2 - 3 Wochen, Ende Mai - Mitte Juni, die eigenen Rinder
    - Unter Mechlistal: 10 Tage, Mitte - Ende Juni, 100 Rinder inkl. die eigenen
    - Mittler Mechlistal: 20 Tage, Ende Juni - Mitte Juli, dito
    - Oberst Mechlistal: 40 Tage, Mitte Juli - Ende August, dito
    - Mittler Mechlistal: 10 Tage, Ende August - Anfang September, dito
    - Unter Mechlistal: 5 Tage, Anfang September, dito.
    Die älteren Kälber ziehen von Hasenloch nach Hore und gegen Herbst wieder zurück nach Hasenloch.
    Kühe und Ziegen sind nur im Hore und im Oberstafel. 
       
         
     
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    Mittwoch 13.11.2019