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Bern
Niedersimmental
Oberwil im Simmental
Neuenberg
 
 
Neuenberg Alp Kataster Nr: 766-22 Seite neu laden Feedback
mutiert: 12.02.2007 13:03:24 Zugriffe:
Sennten
  • 4306 - Nessli
  • 4309 - Schwaderey
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    Titelbild Neuenberg vom Wankli her
    Blick nach SW aufs Nessli, dahinter Mittagfluh, Holzerhorn, Trimlehorn und der Rücken von Chüearnisch.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2001
       
    Bilder zur Alp

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    Gemeinde / Amtsbezirk Oberwil im Simmental / Niedersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Alpkorporation Neuenberg mit 10 Alpeigentümern, wovon die Bäuert Oberwil den grössten Eigentumsanteil besitzt und die Alp auch bewirtschaftet; Kontaktpersonen sind die Bergvögte, vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Hans Nussbaum
    Egg
    3765 Oberwil im Simmental
    Tel: 033 783 13 16
       
    Landeskarten 1:50000   GANTRISCH  253
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Nässli 
       
    Koordinaten 598800/168650  E 7° 25' 22.64
    E 7.422956 - N 46.669075
       
    Höhe ü. M. 1594 m
       
    Lage der Alp Neuenberg (Oberwil) erstreckt sich oberhalb des Waldgürtels von Niedermatti bis zur Wasserscheide auf 1470 - 1880 m. Der Weidegang ist heute mit Elektrozaun unter die drei Sennten aufgeteilt; die Alp ist teilweise mit Borstgras befallen.
    Der Stafel (heute Senntum) Domern (1678 m) liegt in einer Alpmulde, zwischen zwei SE verlaufenden Kreten. Der wellige aber ringgängige Weideboden ist in Alpmitte tiefgründig und fruchtbar, dagegen sind die Hänge stark mit Geröll, Steinen und Felsabbrüchen überdeckt. Der Weg vom Stafel zu den bestgräsigen Regionen ist für das Vieh sehr lang (Hüttenstandorte!).
    Nessli befindet sich auf 1600 m zwischen Domern und Schwaderey und ist mit dem Weideboden nach S exponiert. Gleich oberhalb, auf 1770 m liegt auf der Krete der Galtviehstafel Holzmaad, wind- und S-exponiert. Dieser Teil ist wesentlich weniger von Schäden bedroht, mässig bis steil, tiefgründig, aber eher trockenempfindlich.
    Schwaderey stellt mit einer nach SE verlaufenden Alpmulde gemeinsam mit dem jenseits des Alpbaches liegenden Ramsli den W-Teil der Alp dar. Während die Mulde unten weit offen ist, verengt sie sich nach der Wasserscheide hin und wird steiler. Die E-Flanke von "Chüealpligen" ist stark mit Geröll bedeckt und auf der gegenüberliegenden Seite zuoberst aufgeforstet. Die Alp ist gutgräsig, wenig trittempfindlich und bei genügend Niederschlag fruchtbar.
       
    Wege zur Alp Die Alp ist auf bewilligungspflichtiger Güterstrasse mit dem PW erreichbar.
    Zu Fuss führt der Bergwanderweg von der Bahnstation Oberwil (836 m) durch den sehr steilen Sonnenhang auf altem Fussweg über Niedermatti nach den verschiedenen Sennten der Alp (Wanderbuch 3094, Route 28; 3100, Route 28).
       
    Touristische Informationen Auf Neuenberg hat man den grössten Teil des Anstiegs aus dem Simmental hinter sich. Von hier führen Höhenwanderungen über Lohegg (ca. 1900 m) ins bernische Gurnigelgebiet (Hengstschlund und Schwefelbergbad, 1389 m), nach E über die steile Morgetenalp und durch den langgezogenen Kessel des Talberges hinüber bis aufs Stockhorn (2190 m) oder ins Stockental (ca. 600 m) hinunter.
    Nach W führt der Weg über Alpligen in den kargen Hochalpenkessel der Richisalpen, auf die Köpfe der Wasserscheide (bis 2100 m) und in die freiburgischen Muscherenalpen hinunter (Wanderbuch 3094, Routen 28 und 29; 3100, Route 28).
    Nässli ist bei Oberwil Tourismus angemeldet für Gruppenbesichtigungen (auch Ferienpass) und ist besonders bei Rudolf-Steiner-Schulen bekannt. Dort gibt es eine kleine Bergwirtschaft und übernachtungsmöglichkeiten.
    Der Nässli-Dorfet am ersten August-Wochenende ist ein Fest für den ganzen Neuenberg und eine feste Institution mit OK; er soll Berg und Tal zusammenführen; die Festgemeinschaft ist auch harmonierende Arbeitsgemeinschaft.
       
    Infrastruktur Die Alp ist seit 1974 mit einer Güterstrasse gut erschlossen, mit deren Bau bereits 1956 begonnen worden war.
    Stromversorgung durch Solaranlage seit 1987 und Dieselaggregate.
    Es ist genügend Quellwasser vorhanden, das neu und höher oben gefasst wurde, so dass die Widderanlage von Domern entlastet wird. Der Nachbaralp Wankli kann Wasser abgegeben werden. Die Versorgung der obersten Weideteile hingegen ist schwieriger!
       
    Stafel  Die einstaflige Alp wies ursprünglich 3 Parallelstafel auf, nämlich Domern, Nessli und Schwaderey, die heute als selbständige Sennten ausgezäunt sind; auf deren zweien wird mit Zulassungsnummer Alpkäse hergestellt.
       
    Bestossung unterer Stafel  :  140 Stösse   in 76 Tagen (Ende Juni bis Mitte September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 76
    Normalstösse : 106
       
    Weideflächen 127 ha  Weideland ,  4 ha  Waldweide,  11 ha  Wildheu  Total  142 ha
       
    Besonderes zur Alp Die Alp ist für 937 Füsse geseyt, was rund 134 Kuhschweren entspricht, denn eine Kuh beansprucht 7 Füsse, ein Rind 6, eine Maische 4 und ein Kalb 2.
    Die Alpkorporation und das OK nutzen die ehemalige Mittelstation der Militärseilbahn (auf den Widdersgrind, 1945 erstellt und 1947 abgerissen) als Lagerhalle für die Dorfetausrüstung (vgl. Touristisches). 
       
         
     
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