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Bellen und Schlipfwengen
 
 
Bellen und Schlipfwengen Alp Kataster Nr: 591-6+7 Seite neu laden Feedback
mutiert: 16.07.2012 14:22:11 Zugriffe:
Sennten
  • 5101 - Bällen
  •    
    Bilder zur Alp

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    Gemeinde / Amtsbezirk Saxeten / Interlaken (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Beide Alpen sind Eigentum der Burgergemeinde Saxeten; Burgerpräsident: Toni Seematter, Hofstatt, 3813 Saxeten, 033 823 18 69 und 079 633 75 03; Bergschaftspräsident: Fritz Seematter, Alte Post, Niedermatte, 3813 Saxeten, 033 822 49 71.
       
    Info zur Alp
       
    Landeskarten 1:50000   INTERLAKEN  254
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Schlipfwengen 
       
    Koordinaten 631250/165200  E 7° 50' 48.33
    E 7.846758 - N 46.637310
       
    Höhe ü. M. 1515 m
       
    Lage der Alp Der Unterstafel Saxetallmend (zu Ausser-Bellen) besteht aus Sonnallmend (in E-Lage, von Wald umgeben, die steilen Flanken teilweise vergrotzt, nur das gebäudenahe Läger ringgängig, jedoch einseitig überdüngt und trittempfindlich) und Schattenallmend (durch schroffe Felswand von Hinterbellen getrennt, NW-exponiert, steil, schattig und versteint). Auf gut 1200 müM (Stafel auf 1256 müM) ist Allmend als Teil des Talabschlusses hilb und gut zugänglich.
    Der Oberstafel Ausser-Bellen reicht von 1800 bis über 2000 müM hinauf, raues Hochalpenklima, während der Bestossung oft angeschneit. Der Stafel auf 1885 müM ist das höchstgelegene Alpgebäude aller Saxetalpen. Das nach NW orientierte Areal weist, soweit gedüngt, eine gute Grasnarbe auf, ausserhalb aber Alpenrosen und Borstgras; Richtung Grimselböden strenge, steile und gefährliche Tagweidegebiete.
    Schlipfwengen (zur Alp Hinter-Bellen und heute Hauptstafel) auf 1500 müM ist NW-exponiert und relativ ringgängig, aber weist eine borstige Grasnarbe auf und gegen das Schwarzhorn ennet der Krete grosse Waldweideteile. Die gedüngte Lägerfläche ist sehr gutgräsig. Das alte Borstgras sollte mit Galtvieh geatzt werden, was für eine Teilung in Kuh- und Galtviehalp spricht. Obschon der Stafel fast rings von Wald umgeben wird, ist er windexponierter als Saxetallmend.
    Hinter- oder Unter-Bellen stellt den Oberstafel dar mit strengen, steilen und kupierten Weiden. Die stafelnahe und gedüngte Weide, auf 1800 müM gelegen, ist gutgräsig aber bei nassem Wetter trittempfindlich. Ansonsten ist die Weide stark mit Alpenrosen, Stauden und Geröll durchsetzt. Schneelawinen bringen von der Sulegg Geschiebe mit sich, so dass die Alp einer immer stärkeren Vergandung ausgesetzt ist. Die Alp kann selbst im Hochsommer mit Schnee bedeckt werden, obwohl das Klima bedeutend milder ist als auf Ausser-Bellen.
       
    Wege zur Alp Die beiden unteren Stafel (also bis Schlipfwengen) sind mit dem PW auf bewilligungspflichtiger Güterstrasse erreichbar.
    Zu Fuss gelangt man ab einer der Postautohaltestellen zwischen Wilderswil (600 m) und Saxeten (1133 m) auf dem Talrundweg oder steil durch den Saxetwald auf Wander- und Bergwanderwegen auf die Alp (Wanderführer 3096, Route 5; 3100, Route 21b).
       
    Touristische Informationen über die Bällenalp führen zwei Bergwanderwege auf den Bällenhöchst, einen prächtigen Aussichtspunkt von 2095 m, und hinüber über Tschingel und das Sylertal zur Lobhornhütte (1955 m), auf die Alp Suls, zum Sulsseewli (1920 m) und auf die Lobhörner (2566 m) oder hinunter nach Isenfluh (1081 m, Wanderbuch 3096, Route 5; 3097, Route 23; 3100, Route 21b).
       
    Infrastruktur Die Alp ist durch Güterstrasse und Güterweg bis Schlipfwengen und darüber hinaus bis zum Schwarzhorn (rund 1550 müM) erschlossen.
    Stromversorgung durch Dieselgeneratoren und Solaranlagen auf allen Stafeln.
    Die Wasserversorgung ist auf Hinterbellen gut, auf den andern Stafeln in vielen Kleinigkeiten verbesserungsfähig.
       
    Stafel  Aus dem Zusammenschluss der beiden Alpen Ausser-Bellen und Hinter-Bellen entstand das vierstaflige Senntum 5101.
       
    Bestossung Saxetallmend :  96 Stösse   in 5 Tagen (Anfang Juni bis Mitte Juni)
    Schlipfwengen :  96 Stösse   in 25 Tagen (Mitte Juni bis Anfang Juli)
    Ausserbellen :  96 Stösse   in 31 Tagen (Ende Juli bis Ende August)
    Hinterbellen :  96 Stösse   in 10 Tagen (Ende August bis Anfang September)
    Saxetallmend :  96 Stösse   in 7 Tagen (Anfang September bis Mitte September)
    Schlipfwengen :  96 Stösse   in 19 Tagen (Mitte September bis Ende September)
    Hinterbellen :  96 Stösse   in 15 Tagen (Anfang Juli bis Ende Juli)

    Alpzeit (gesamte, total) : 112
    Normalstösse : 107
       
    Weideflächen 237 ha  Weideland ,  15 ha  Waldweide,  12 ha  Wildheu ,  3 ha  Streueland  Total  267 ha
       
    Besonderes zur Alp Die Alp wird zusammen mit Hinter-Bellen bewirtschaftet, die nun hier vollständig integriert ist; zusammen tragen die Alpen 100 Kühe Besatz; sie sind aber nicht geseyt. Bellen ist damit weitläufig geworden, enthält viele unproduktive Teile und ist sehr arbeitsintensiv, auch durch das fleissige Zügeln.
    Edelweiss wachsen in der Weide, das Vieh weidet vor Eiger, Mönch und Jungfrau, und überhaupt habe man vom Bällenhöchst die schönere Aussicht als von der Schynigen Platte! 
       
         
     
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