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Bern
Obersimmental
St. Stephan
Fermelberg
 
 
Fermelberg Alp Kataster Nr: 793-50 Seite neu laden
mutiert: 23.07.2012 14:37:19
Sennten
  • 5610 - Muri
  • 5611 - Fermelberg
  • 5614 - Fermelberg
  •    
    Titelbild Fermelberg von Gruebe nach SE
    Vor Türmlihorn und Gsür die verschiedenen Stafel und Sennten.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2004
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk St. Stephan / Obersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Korporationsalp der Fermelberg-Alpkorporation mit 45 Alpansprechern; Kontaktpersonen sind Präsident Markus Gobeli (Senntum 5614) und Kassier Johann Schläppi (vgl. hinten).
       
    Info zur Alp
    Johann Schläppi
    Unterfluh
    3772 St. Stephan
    Tel: 033 722 45 39
       
    Landeskarten 1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Am vordere Berg 
       
    Koordinaten 603600/151650  E 7° 29' 7.97
    E 7.485547 - N 46.516141
       
    Höhe ü. M. 1651 m
       
    Lage der Alp Die ausgedehnte Alp auf 1510 – 2200 m umfasst den hintersten Abschnitt des Fermeltales (fast von Grimmifurgge bis Furggeli!) und wird mit Ausnahme des Talausganges natürlich von schroffen Felswänden des Albrist- und des Türmlihornes so wie des Gsür ringsum abgeriegelt. Der in der Talsohle gelegene Unterstafel ist nur leicht bis mässig geneigt, das Terrain gewinnt aber hangwärts stark an Steilheit, ist vielfach mit Lawinenmaterial und Geröll durchsetzt, aber mit wenigen Ausnahmen gutgräsig und windgeschützt. Dem Oberstafel fällt hauptsächlich die rechte Talseite, d.h. der W- und SW-Hang zu (Muriboden). Dieses Einzugsgebiet ist ausgesprochen weidgängig trotz vereinzelter Steilhänge und ist mit Ausnahme von Grod futterwüchsig und relativ wenig den Lawinen ausgesetzt, aber über der Waldgrenze gelegen. Romeyen, Muttnern und Adelgras dominieren den kräuterreichen Weidebestand. Hingegen haben das offene Gelände nach W und die Höhenlage von über 2000 m ein raues Klima zur Folge. Es kommt nicht selten vor, dass Muriboden während der Bestossung tagelang mit Schnee bedeckt bleibt.
       
    Wege zur Alp Mit PW oder Bahn über Zweisimmen Richtung Lenk bis Matten; mit dem PW auf der Fermeltalstrasse und Güterstrasse bis zum Unterstafel; zu Fuss auf dem Wanderweg (abseits der Asphaltstrasse) im Talboden zum Unterstafel; dann auf den Bergwanderwegen nach Furggeli oder Grimmifurggi durch die Alp (Wanderbuch 3094, Routen 19 und 20).
       
    Touristische Informationen Fermelberg liegt am Übergang Furggeli (2387 m) ins Adelbodnertal. Zudem ist er Anmarschweg zu verschiedenen Bergtouren, besonders Gsür und Albristhorn. Nur ein Bergwanderweg, der übers Furggeli (Wanderbuch 3094, Routen 19, 20, 21).
       
    Infrastruktur Strassen: Die Alp ist mit der Fermeltalstrasse bis zum Unterstafel sehr gut erschlossen; von dort aus Jeepwege auf Muriboden (gefährlich) und ins Grod, sonst nur noch Viehtrieb- und Fusswege.
    Energieversorgung durch Dieselaggregate und teilweise Solarzellen.
    Gute Wasserversorgung mit trockensicherer Quelle, im "Rügge Tälti" (S des Türmlihornes) gefasst; zementierte Stafelbrunnen und Tränkestellen in der Ausweide.
       
    Stafel  Von den 10 Sennten fabrizieren drei mit einer Nummer: 5610/S 2373, 5611/S 2374, 5614/S 2197.

       
    Bestossung Vordere Bärg :  200 Stösse   in 28 Tagen (Mitte Juni bis Mitte Juli)
    Hindere Bärg :  200 Stösse   in 49 Tagen (Mitte Juli bis Anfang September)
    Vordere Bärg :  200 Stösse   in 14 Tagen (Anfang September bis Mitte September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 91
    Normalstösse : 182
       
    Weideflächen 340 ha  Weideland ,  20 ha  Waldweide,  40 ha  Wildheu  Total  400 ha
       
    Besonderes zur Alp Fermelberg ist die zweitgrösste Alp der Gemeinde und ist für 207 1/2 Rindersweidrechte geseyt. Die Heugewinnung war bereits 1969 "sehr gering." Die je 11 Gebäude der beiden Stafel befinden sich alle in Privatbesitz, z.T. gehören sie mehreren Alpansprechern, und sind sehr gut unterhalten.
    Auf einem der Sennten sömmert die Familie von Jürg und Käthi Grünenwald, Fermel, ihre Mutterkühe mit Kälbern bei Fuss (vgl. Reportage von Erwin Munter in der Bauernzeitung vom 20 01 06).
    1346 verkauft ein Ehepaar Eggo dem Ulrich Sparo 11 Kuhweidrechte "gelegen am Vermil in der Weida...". Der Bergzins der Alp wird 1515 genannt. 
       
         
     
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