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  1. ein Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) und regionalen Interessenvertretern
  2. Kritik und Anregungen werden gerne entgegengengenommen

Ottenschwand

Ottenschwand: Wenger Senntum

Die Seyung Ottenschwand beträgt 45 Kuhrechte (Ein Seybüchlein der Alp Ottenschwand von "Ao. 1674", genauer 11. Nov. 1673, wurde 1945 ans Staatsarchiv des Kantons Bern übergeben). Laut Reglement ist der ganze Viehbestand im Hochsommer während 4 Wochen (Mitte Juli bis Mitte August) auf die Vorweiden zu treiben (vgl. bei den einzelnen Sennten).
1967 erstmalige Unterteilung bzw. Trennung des unteren und oberen Weidegebietes. Sodann weitere Unterzäunungen des unteren Komplexes mit Elektrozaun. Teilweise Güllewirtschaft und Einsatz von Hilfsdüngern während der letzten Jahre vor 1967. Ankauf der Dünger mit Geldern des "Überbesatzes".
Total 5 Alpgebäude (übliche Holzbauten, je Sennhütte mit Doppel- oder einfachem Stall). Davon 4 vollständig, eines teilweise in Privatbesitz; die oberste Hütte gehört zu 9/16 dem Staat Bern und zu 7/16 Privaten. Ein neues, zwei gute und zwei baufällige Gebäude; drei im unteren, zwei im oberen Weidegebiet; teilweise unbenutzter Stallraum.

Empfehlungen im Alpkataster 1967:
- geringerer Besatz und dadurch ganzsömmerige Bestossung zur Reduzierung des Hüttenkapitals (?) und aus arbeitstechnischen Überlegungen!?
- entweder Ausscheidung des Galtviehs nach Schönenböden mit separater Stallung oder weitere Unterteilung des oberen, heute ausgezäunten Weideteiles. Nur dadurch können die abgelegenen Weidekomplexe genügend geatzt und genutzt werden.
- Rationalisierung der Düngerverteilung durch Einführung intensiver Güllewirtschaft. Anschaffung einer fahrbaren Verschlauchungsanlage durch die Alpschaft.
- Zentralisierung der Milchverarbeitung für die ganze Alp im unteren Stafel!

Unter Nitzel:
Von der Gesamtfläche umfasst Unter Nitzel 13 ha Weideland, 2 ha Waldweide, 3 ha Wildheu, Total 18 ha. er ist für 10 Kuhschweren geseyt. Holz ist in Stafelnähe vorhanden. Ausgedehnte Heugewinnung war früher üblich ...
Unterteilung in je 3 Atzungen, teilweise mit Elektrozaun, und Aushagung des Wildheues im Oberstafel ??
1967 wurde Entwässerung der gutgelegenen, stafelnahen Weideteile empfohlen trotz der kurzen Alpzeit von gut 7 Wochen ("Steinacken" und offene Wassergräben genügen??), verbunden mit Steinräumungen auf trockenen Weidekomplexen.
Neuenstiftweide, 762-047a, das früher Unterstafel zum Unter Nitzel war, ist abgetrennt, in anderem Eigentum und wird als Teil-Senntum unter Inner Neuenstift 762-041 behandelt.

Mit dem PW über Bächlen oder Rothbad auf der bewilligungspflichtigen Meienfall-Güterstrasse bis zum Alpstafel; Unter Nitzel von Ottenschwand aus nur zu Fuss; zu Fuss ab einer der Postautohaltestellen im Diemtigtal auf Wanderwegen zur Alp und dann unmarkiert zum Unter Nitzel (z.B. Wanderbuch 3094, Routenvarianten 36).

 
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Sonntag 15.02.2026