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Schüpfen + Gürütscheren
 
 
Schüpfen + Gürütscheren Alp Kataster Nr: 843-111+113 Seite neu laden Feedback
mutiert: 22.12.2006 15:16:48 Zugriffe:
Sennten
  • 5035 - Schüpfen
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    Titelbild Schüpfen von S
    Hinten La Chia vor der Dent de Savigny und Le Ruth vor der Dent de Ruth; davor das Guggeli (nicht Gugglen!).
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2005
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Saanen / Saanen (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Privatalp (Gürütscheren etwa seit 1988) von Niklaus Grünenwald-Sumi, Äussere Gasse 6, 3770 Zweisimmen, 033 722 30 49.
       
    Info zur Alp
       
    Landeskarten 1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Schüpfi 
       
    Koordinaten 585800/152400  E 7° 15' 12.89
    E 7.253580 - N 46.522747
       
    Höhe ü. M. 1461 m
       
    Lage der Alp Die im Grischbachtal gelegene Alp überdeckt mit ihrer Weidefläche die steile W-Flanke unterhalb Mittenbach, W des Hugeligrates auf 1280 – 1620 m (zusammen mit Gürütscheren sogar 1190 - 1740 m). Im unteren Areal befindet sich ein kleiner Nebenstafel, welcher das steilste und am wenigsten weidgängige Gebiet der Alp in sich schliesst und normalerweise während 5 Wochen in zwei Zügen geatzt wird. Trotz der Steilheit ist Schüpfen relativ ringgängig, da der Weideboden durchwegs mit „Trejen“ (Weidewegen) durchsetzt ist. Auch der oberste, eher weniger steile Alpteil wird trotz Abgelegenheit heute genügend geatzt. Mit wenigen Ausnahmen ist die Alp gutgräsig und windgeschützt. Wie vielerorts auf dieser Meereshöhe machen Tanngrotzen zu schaffen.
    Gürütscheren liegt zwischen Schüpfen und Aellenbergli (zu 843-112) im Grischbachtal und wird durch bewaldete Bachläufe von diesen Betrieben natürlich getrennt. Das steile, nach W orientierte Gebiet bildet einen schmalen Weidegürtel vom Grischbach bis fast hinauf zum Rellerligrat, wobei die Höhendifferenz 550 m beträgt. Auf kleineren, terrassenförmigen Ebenen befinden sich die drei Stafelgebäude.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW über Halten oberhalb Saanen oder von Rougemont über Unterbort an den Eingang des Grischbachtales; mit der Bahn (MOB) bis Schönried oder Saanen oder mit dem Postauto bis Halten / Steigenberger-Hotel (zwischen Saanen und Schönried, 1011 – 1230 m); zu Fuss auf Wanderweg/Güterstrasse ins Grischbachtal, für Gürütscheren bis vor die Brücke, vor Pt. 1185, und nach E hoch; für Schüpfi/Schüpfen über den Unterstafel oder bis Lischbaumen/Lischpungli (1236 m) und nach E auf die Alp; oder mit der Gondelbahn von Schönried bis Rellerli (1831 m), und von dort über Obere Gürütscheren und bei Mittlerer Gürütscheren nach rechts zur Alp; nur teilweise auf Wander- und Bergwanderwegen zur Alp (keine Wanderbuchempfehlungen).
       
    Touristische Informationen Die Grossgegend von Rellerli – Grischbach – Abländschen ist als Wintersportgebiet bestens bekannt, aber auch im Sommer entdeckenswert mit Felsgräten und –zähnen, unterschiedlich gestalteten Tälern, Trocken- und Feuchtgebieten – und mit seinen tausend und ein Wandermöglichkeiten aller Schwierigkeitsgrade in vielen Richtungen; rund um die Grenze zwischen Deutsch- und Welschschweiz (Wanderbuch 3094, Routen 12 und 14; 3097, Route 13).
       
    Infrastruktur Die Güterstrasse durch den Grischbach führt bis zur Lischbaumen-Vorsass („Lischpungli“), von dort steiler, mit Allradfahrzeugen befahrbarer Zügel- und Saumweg; innerhalb der Alp heute nach Gürütscheren selbst erstellte Bewirtschaftungswege. Die Verhältnisse auf Gürütscheren sind ähnlich, der beste Zugang von der Grischbachstrasse aus.
    Energieversorgung durch eigenes Kleinkraftwerk seit 1988 unten am Bach mit Zuleitungskabel, auf Gürütscheren wird mit einem Benzinmotor gemolken.
    Die Wasserversorgung ist gut. 1994 wurde oberhalb des Hauptstafels ein Reservoir gebaut; damit ist im Stafel Druckwasser vorhanden. Auf Gürütscheren ist die Wasserversorgung gut; bei Bedarf kann und darf die Leitung Mittenbach-Aellenbergli angezapft werden im Tausch gegen das Durchfahrtsrecht für Ryters zum Aellenbergli.
       
    Stafel  Schüpfen bildet, heute zusammen mit Gürütscheren, das mehrstaflige Senntum 5035/S 2195.
       
    Bestossung Schüpfi :  48 Stösse   in 31 Tagen (Anfang Juni bis Anfang Juli)
    Ob. Gürütschen :  48 Stösse   in 24 Tagen (Anfang Juli bis Ende Juli)
    Schüpfi :  48 Stösse   in 24 Tagen (Ende Juli bis Mitte August)
    Unt. Gürütschen :  48 Stösse   in 24 Tagen (Mitte August bis Anfang September)
    Schüpfi :  48 Stösse   in 24 Tagen (Anfang September bis Ende September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 127
    Normalstösse : 60
       
    Weideflächen 47 ha  Weideland ,  4 ha  Heueinschlag  Total  51 ha
       
    Besonderes zur Alp Schüpfen allein ist für 30 Kuhschweren Langzeit geseyt. 1988 konnte die Familie Grünenwald auch die Nachbaralp Gürütschen/Gürütscheren (843-113) kaufen. Seither werden die beiden Alpen gemeinsam bewirtschaftet. Entsprechend sind Flächen, Bestossung und Besatz immer gemeinsam betrachtet. Wöchentlich werden den Kühen neue Weideschläge zugeteilt; zum Teil wird mit den Rindern nachgeatzt.
    Im Alpkataster von 1965 steht zu Gürütscheren: "Infolge des schlechten, baufälligen Gebäudes wurde im vergangenen Jahr (1964) der oberste, 4. Stafel eliminiert. Seither befindet sich in diesem Alpteil bis zu 2 Schuh hohes altes Gras, das des unzügigen Weidegangs wegen kaum noch geatzt werden kann. Der Boden ist durchwegs trocken und demzufolge die Grasnarbe etwas hart. Das Alpli ist deshalb zum Galtviehbetrieb prädestiniert." 
       
         
     
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