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  1. ein Projekt der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für Berggebiete (SAB) in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Alpwirtschaftlichen Verband (SAV) und regionalen Interessenvertretern
  2. Kritik und Anregungen werden gerne entgegengengenommen

Kiley

Kiley Steinboden
Alp details
In Ausbau und Bewirtschaftung war die ganze Alp als Staatsdomäne mit arbeitstherapeutischer Zielsetzung (Strafgefangene aus Witzwil, Patienten der Klinik Münsingen) ein Sonderfall: Wegbau, technische Ausrüstung, frühere Weidepflege mit Lägermauern usw. Die Alp wurde bis 1973 durch die Strafanstalt Witzwil genutzt; ab Herbst 1973 hatte sie Familie Freiburghaus in Pacht. Der Ausbau-Standard des Ganzjahresbetriebes Vorder-Fildrich (Gebäudekomplex von ca. 6 Gebäuden, z.B. grosse Scheune von 1952 mit Doppellängsställen für 140 Stück, Heubelüftung bereits aus den 1950er Jahren!) ist ebenfalls Ausdruck dieser sehr intensiven Betriebsführung!

Die ganzen Kiley-Gebiete, die der Staat 1906 übernahm, hatten vorher während ungefähr 400 Jahren der Stadt Thun gehört; diese musste sie Ende 19. Jh. an einen de Rougemont verkaufen, weil sie das Geld für Infrastrukturen und Hotelbauten im beginnenden Tourismus dringend brauchte; anschliessend waren sie einige Jahre der Spekulation ausgesetzt...

Am Hang über den beiden Fildrich-Stafeln ist in einen grossen Felsblock unter einem Ahorn und mit Steinmauern umrahmt eine Gedenk-Inschrift eingehauen: säulengerahmte Schriftplatte, gekrönt von einem Rankengiebel mit bronzenem Berner Wappen:
"KILEY
ANKAUF DURCH DEN STAAT BERN
IM JAHR 1906
Direktoren:
Dr. Otto Kellerhals bis 1937"

Gedacht war offenbar durch O. Kellerhals eine Weiterführung dieser Liste. Aber bereits sein Sohn als Nachfolger (bis 1963), Hans Kellerhals, kam dem nicht nach, ebenso wenig seine Nachfolger (war noch einer dazwischen ??) Rolf König (bis 2007) und Hans-Rudolf Schwarz. O. Kellerhals hätte sehr gerne auch noch die andern Alpen im Kiley dazugekauft, aber weder wollten Rebers ihr Raufli, noch Knuttis ihren Innern Mittelberg verkaufen...
Mit dem PW auf der Diemtigtal-Hauptstrasse Richtung Grimmialp, in Schwenden, kurz vor dem Kurheim Grimmialp Abzweigung links nach Kiley bis zum Betrieb; mit der Bahn bis Station Oey-Diemtigen, mit dem Postauto bis Schwenden/Grimmialp oder eine Haltestelle unterwegs; ab Kurheim Grimmialp (1214 m) auf Wander- und Bergwanderwegen zum Jahresbetrieb und zum Steinboden weiter hinten (Wanderbuch 3094, Route 40; 3100, Route 22).
 
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Montag 26.06.2017