» Suche «
Bern
Niedersimmental
Diemtigen
Kiley
 
 
Kiley Alp Kataster Nr: 762-100b Seite neu laden Feedback
mutiert: 19.09.2012 15:45:23 Zugriffe:
Sennten
  • 27385 - Steinboden-Kiley
  •    
    Titelbild Kiley Steinboden
    Die Rinder- und Mutterkuhherde in friedlicher Mittagsruhe.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2008
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Diemtigen / Niedersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Der Jahresbetrieb Kiley und die Privatalp Steinboden gehören beide seit 2004 Bernhard und Barbara Freiburghaus-Marti, Kiley, 3757 Schwenden, 033 684 14 46.
       
    Info zur Alp
       
    Landeskarten 1:25000   ADELBODEN  1247
    1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Steibode 
       
    Koordinaten 605575/153500  E 7° 30' 40.7
    E 7.511305 - N 46.532770
       
    Höhe ü. M. 1558 m
       
    Lage der Alp Von der ganzen Alp Kiley & Fildrich gehören 10 ha LN , 18 ha Sömmerungsweide und 1 ha Ökoland zur als Jahresbetrieb ausgebauten eigentlichen Kiley, dem Vorderen Fildrich. Steinboden ist ein ebenfalls ausgedehntes Alpgebiet im hintersten Talkessel des Fildrichs auf 1558 – 1800 m zwischen Männlifluh und Rauflihorn, ähnlich exponiert wie die umgebende Alp 762-100a, mit grosser, lawinengefährdeter NE-Flanke am Türmlihorn; die unteren Lagen von Steinboden geschützt und früh, weidgängiges Terrain. Im grossen und ganzen sehr gutgräsig. Kalkregion mit einzelnen Oberflächenmoränen.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW auf der Diemtigtal-Hauptstrasse Richtung Grimmialp, in Schwenden, kurz vor dem Kurheim Grimmialp Abzweigung links nach Kiley bis zum Betrieb; mit der Bahn bis Station Oey-Diemtigen, mit dem Postauto bis Schwenden/Grimmialp oder eine Haltestelle unterwegs; ab Kurheim Grimmialp (1214 m) auf Wander- und Bergwanderwegen zum Jahresbetrieb und zum Steinboden weiter hinten (Wanderbuch 3094, Route 40; 3100, Route 22).
       
    Touristische Informationen Das Kileygebiet ist ein riesiger, eindrücklicher Kessel, vielgestaltig, mit reicher und abwechslungsreicher Flora und Fauna. Sie enthält mehrere Alpen, die heute grossenteils im Eigentum der IG Kiley-Alpen sind (Zusammenschluss von sieben Diemtigtaler Bauern) und ihre Milch an die zentrale Bio-Alpkäserei Kiley im Vorder Fildrich liefern.
    Der Bergwanderweg auf die Männlifluh (2652 m) oder über den Otternpass (2278 m) auf die gleichnamige Alp im Adelboden führt über diese Alpen; oder nach W gelangt man über Nessli und Raufli auf Rauflihorn und Grimmifurgge mit Abstieg über Grimmialp zurück oder ins Fermeltal und nach Matten im Obersimmental (Wanderbuch 3094, Routen 40; 3100, Route 22).
    Beim Hinter Fildrich wird ein Landeplatz der Flugschule Burgholz betrieben. Auf Hinter Fildrich und Ausser Mittelberg werden Übernachtungen angeboten, sowie Käsereibesichtigungen und Apero-Möglichkeiten. Im Zusammenhang mit dem Naturpark-Projekt Diemtigtal laufen bereits Anfragen für Erlebnistourismus.
    Der riesige Kessel ist ebenfalls ein international bekanntes Skitourengebiet!

    Jedes Jahr am 1. Mittwoch nach dem 2. August findet hier ein Viehmarkt in grosser Aufmachung statt.
       
    Infrastruktur Jahresbetrieb Kiley und Alp Steinboden sind voll erschlossen mit Güterstrassen und Güterwegen.
    Beide sind heute ans Netz der BKW angeschlossen.
    Ausgezeichnete Wasserversorgung mit Druckleitung ab Oberberg, sämtliche Stafel werden mit genügend und gutem Quellwasser versorgt, überall zweckmässig verteilte Weidebrunnen. Die Hälfte der Wasserversorgung und die Hälfte der ARA hat Freiburghaus 2004 zusammen mit Kiley und Steinboden aus der IG Kileyalpen herausgekauft.

    An dieser sehr umfangreichen Infrastruktur ist die alte Staatsalp noch erkennbar, wo z.B. zeitweise auch mit Insassen von Witzwil Weidepflege und Wegeunterhalt durchgeführt werden konnten.
       
    Stafel  Jahresbetrieb mit dem zweistafligen Senntum Steinboden.
       
    Bestossung Steinboden :  73 Stösse   in 120 Tagen (Anfang Juni bis Anfang Oktober)

    Alpzeit (gesamte, total) : 120
    Normalstösse : 87
       
    Weideflächen 62 ha  Weideland  Total  62 ha
       
    Besonderes zur Alp In Ausbau und Bewirtschaftung war die ganze Alp als Staatsdomäne mit arbeitstherapeutischer Zielsetzung (Strafgefangene aus Witzwil, Patienten der Klinik Münsingen) ein Sonderfall: Wegbau, technische Ausrüstung, frühere Weidepflege mit Lägermauern usw. Die Alp wurde bis 1973 durch die Strafanstalt Witzwil genutzt; ab Herbst 1973 hatte sie Familie Freiburghaus in Pacht. Der Ausbau-Standard des Ganzjahresbetriebes Vorder-Fildrich (Gebäudekomplex von ca. 6 Gebäuden, z.B. grosse Scheune von 1952 mit Doppellängsställen für 140 Stück, Heubelüftung bereits aus den 1950er Jahren!) ist ebenfalls Ausdruck dieser sehr intensiven Betriebsführung!

    Die ganzen Kiley-Gebiete, die der Staat 1906 übernahm, hatten vorher während ungefähr 400 Jahren der Stadt Thun gehört; diese musste sie Ende 19. Jh. an einen de Rougemont verkaufen, weil sie das Geld für Infrastrukturen und Hotelbauten im beginnenden Tourismus dringend brauchte; anschliessend waren sie einige Jahre der Spekulation ausgesetzt...

    Am Hang über den beiden Fildrich-Stafeln ist in einen grossen Felsblock unter einem Ahorn und mit Steinmauern umrahmt eine Gedenk-Inschrift eingehauen: säulengerahmte Schriftplatte, gekrönt von einem Rankengiebel mit bronzenem Berner Wappen:
    "KILEY
    ANKAUF DURCH DEN STAAT BERN
    IM JAHR 1906
    Direktoren:
    Dr. Otto Kellerhals bis 1937"

    Gedacht war offenbar durch O. Kellerhals eine Weiterführung dieser Liste. Aber bereits sein Sohn als Nachfolger (bis 1963), Hans Kellerhals, kam dem nicht nach, ebenso wenig seine Nachfolger (war noch einer dazwischen ??) Rolf König (bis 2007) und Hans-Rudolf Schwarz. O. Kellerhals hätte sehr gerne auch noch die andern Alpen im Kiley dazugekauft, aber weder wollten Rebers ihr Raufli, noch Knuttis ihren Innern Mittelberg verkaufen... 
       
         
     
    Home | Impressum |
    Dienstag 25.06.2019