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Seelital Alp Kataster Nr: 762-043+044+045 Seite neu laden Feedback
mutiert: 12.09.2012 19:03:07 Zugriffe:
Sennten
  • 1116 - Seelital
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    Titelbild Inner Seelital
    Das Alpgebäude von N, von Ausser Seelital her gesehen.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2008
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Diemtigen / Niedersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Ausser und Inner Seelital sind beide Privatalp von familie Urs Stucki-Adam, Bächlen, Beim See, 3753 Oey, 033 681 29 64.
    Das im Alpkataster 1967 als Unterstafel (762-045a) bezeichnete Gsess ist Korporationsweide der Neuenstiftallmend-Gemeinde, Bächlen; Kontaktperson ist der Alpvogt Arnold Mani-Klossner, Brügg, 3755 Horboden, 033 681 23 86.
    Stand(berg) ist Privatalp von Franz Wiedmer-Ruchti, Emmit, 3754 Diemtigen, 033 681 24 94, 079 547 52 34.
       
    Info zur Alp
       
    Landeskarten 1:25000   NIESEN  1227
    1:50000   GANTRISCH  253
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Inner Seelital 
       
    Koordinaten 612275/163175  E 7° 35' 56.02
    E 7.598894 - N 46.619713
       
    Höhe ü. M. 1752 m
       
    Lage der Alp Der Unterstafel Gseess ist ein Teil von Ausser-Neuenstift, liegt direkt unterhalb diesem Weidegebiet und oberhalb des Talbetriebes in einer mässig geneigten W-Lage auf 1420 - 1520 m, LN. Sehr weidgängiges, fruchtbares und vorwiegend gutgräsiges Weideland, ausgesprochener Vorweidecharakter. Bedeutende Heugewinnung in stafelnaher Heumatte und auf Läger.

    Inner Seelital gleicht den beidseits angrenzenden Alpmulden Ausser Seelital und Nitzel. Die Alp reicht von den obersten Waldungen bis hinauf zur Wasserscheide der Niesenkette (1700 - 2200 m). Im oberen Teil steil, lawinen- und steinschlaggefährdet und nicht weidgängig, nur mit Jungvieh geatzt. Im Hauptstafel einzelne Teile ziemlich steinig, mit Germer befallen, aber ausgesprochen gutgräsig.

    Ausser Seelital: auf 1700 - 1890 m gelegen, mit ähnlichen Eigenschaften, jedoch weniger steil, weniger fallgefährlich und weniger windexponiert. Mit Bergsturzmaterial überführte Mulde in Weidemitte. Ziemlich grosse Elementarschadengefahren durch Lawinen und Steinschlag, aber grösstenteils gute, kräuterreiche Flora.
    Früher bedeutende Wildheugewinnung bis 1920 m, heute nur noch bedingt.

    Stand oberhalb Ausser Seelital ist eine ausgesprochene Alpmulde am NW-Hang des Standhornes auf 1870 - 2160 m; allgemein steiles, felsiges und von Lawinenmaterial überführtes Weidegebiet. In Stafelnähe sowie im N Teil und der S-Flanke sauberes, weidgängiges Areal. Praktisch überall gutgräsig mit grossem Anteil von Romeyen, Muttnern und Adelgras. Bei Wetterumschlag windexponiert und insbesondere westwindanfällig. Früher trotz grosser Arbeitsbelastung auf dieser streitbaren Alp zusätzlich Gewinnung von 20 - 30 Burden Wildheu, bis 2300 m, eingebracht.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW über Oey bis Bächlen; ab dort bewilligungspflichtige Güterstrasse an Gsess vorbei bis Inner Neuenstift (1500 m), von dort Jeepweg zum Hauptstafel Inner Seelital, von Unter Drunen Fussweg (oder vom Haupstafel Traverse) nach Ausser Seelital; zu Fuss ab Bahnstation Oey-Diemtigen (669 m) oder Postautohaltestellen diemtigtaleinwärts auf den Wander- und Bergwanderwegen, die in die Niesenflanke hineinführen Richtung Chüeweid und Drunen (teilweise Wanderbuch 3094, Route 36a), aber in die Alp hinein keine markierten Wege mehr (ca. 7 km bei 1100 m Höhendifferenz).
       
    Touristische Informationen Gsess liegt am Bergwanderweg von Bächlen über Nüjestift auf Drunenalp und -galm (Aussichtsgipfel auf 2396 resp. 2408 m).

    Die Seelital-Alpen sind touristisch nicht erschlossen, nirgendwo angehängt; sie sind eindrückliche, steile, steinige, schattige und einsame Mulden, typisch für die Niesenkette und andere Höhenzüge im Diemtigtal.
    Von den Postautohaltestellen nur wenige Wander- und Bergwanderwege (aber deshalb nicht überlaufen!) führen durch solche Mulden auf Gräte und Gipfel und an der Niesenflanke taleinwärts (Wanderbuch 3094, Route 36). Die Querung der Niesenkette ins Frutigtal verläuft aber weiter S über Mechlistal und den Sattel auf 2200 m nach Öy (bei Frutigen!).
       
    Infrastruktur Von der Güterstrasse führt in der Gegend von Neuenstift / Drunen ein Jeepweg bei trockener Witterung bis Inner Seelital und von hier noch als Viehtriebweg nach Ausser Seelital und Stand.
    Energieversorgung Inner Seelital durch Dieselaggregat und Akku; Ausser Seelital keine Energieversorgung.
    Trockensichere Wasserversorgung der beiden Alpen nach gewaltiger Verbesserung in den 1960er Jahren und auch später; es wird Quellwasser an die untenherliegenden Alpen abgegeben.
       
    Stafel  1 zweistafliges Senntum (mit Ausser-Seelital und Stand als Parallelstafel)
       
    Bestossung Gsess :  30 Stösse   in 25 Tagen (Ende Mai bis Mitte Juni)
    Seelital :  45 Stösse   in 70 Tagen (Ende Juni bis Anfang September)
    Gsess :  30 Stösse   in 25 Tagen (Anfang September bis Ende September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 120
    Normalstösse : 42
       
    Weideflächen 99 ha  Weideland ,  3 ha  Waldweide,  18 ha  Wildheu ,  4 ha  Heueinschlag  Total  124 ha
       
    Besonderes zur Alp Seyung Ausser Seelital 15 Kuhrechte, Inner Seelital 27 Kuhrechte; Stand (25 ha Weideland , 8 ha Wildheu) 10 Kuhrechte Kurzzeit.
    Unterteilung des Weideganges mit Elektrozaun in zwei Weideschläge. Auszäunung des obersten steilen Areals als Heuland, welches aber kaum mehr genutzt wird.
    Seit 2000 gehört die Alp Ausser Seelital (762-044), die bisher in Pacht gehalten wurde, demselben Eigentümer und dient zusammen mit Stand (762-043, seit 2007 nicht mehr als selbständige Alp genutzt, Hütte als Ferienwohnung) zur Mutterkuh- und Jungviehweide. Deshalb sind diese Alpteile in die Alp Seelital integriert und eingerechnet. Diese gemeinsame Bewirtschaftung ist zukunftsträchtig; dass auf Stand kein Hirte mehr residiert, ist eine gute Rationalisierung!
    Der anfallende Dünger wird teils noch ausgetragen, aber meist mit Traktor oder Hucky ausgefahren.
    Am unteren Rand von Inner Seelital gegen Inner Neuenstift ein Feuchtbiotop mit einem Trichtersee, der nach dem Hagelschlag von Ende Juni 2008 wieder einmal zu einem veritablen See wurde. 
       
         
     
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    Dienstag 24.04.2018