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Vorder Walig + Topfelsberg
 
 
Vorder Walig + Topfelsberg Alp Kataster Nr: 841-36 Seite neu laden Feedback
mutiert: 22.12.2006 17:56:35 Zugriffe:
Sennten
  • 1819 - Vorder Walig
  • 1820 - Topfelsberg
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    Titelbild Vorder Walig von SSE
    Blick in die Hasenegg sowie auf Staldeflüe und Primelod.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2005
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Gsteig / Saanen (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Alpgemeinerschaft mit 9 Anteilern resp. 2 Senntenbauern aus Saanen und Gsteig, welche die Alp auch bewirtschaften, die seit 2002 zwischen den beiden Sennten geteilt ist; der Bergvogt wechselt jahrweise unter den Eigentümern; Kontaktperson ist der Sekretär/Kassier (??), vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Walo Perreten
    Ledi
    3784 Gsteig
    Tel: 033 755 11 31
       
    Landeskarten 1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Vordere Walig 
       
    Koordinaten 585650/137450  E 7° 15' 7.52
    E 7.252088 - N 46.388260
       
    Höhe ü. M. 1726 m
       
    Lage der Alp Die Alp liegt an der E Abdachung von Walighürli und Blattistand auf 1600 - 2050 m. Während der ehemalige Unterstafel Vorder Walig (heute ein abgezäuntes Senntum) mehrheitlich E-Lage aufweist, ist Topfelsberg als ehemaliger Oberstafel (584675/137375, 1814 m, heute das andere Senntum) mit seiner ausgesprochenen Alpmulde nach S exponiert. Der Boden gehört grösstenteils der Flyschzone an, ist vorwiegend tiefgründig und in der Durchlässigkeit sehr unterschiedlich. Speziell im Senntum Vorder Walig sind weite Gebiete vernässt und sauergräsig. Die trockenen Partien waren früher stark, und sind heute nur noch gering mit Aeni (Borstgras) befallen, die man auch im Oberstafel antrifft; verglichen zu Vorder Walig ist die Grasnarbe auf dem Senntum Topfelsberg bedeutend besser. Auch der Weidegang ist zügig; eine Ausnahme bildet die steile Flanke unterhalb Walig.
       
    Wege zur Alp Mit PW oder Bahn und Postauto von Gstaad bis Feutersoey oder ins Tschärzistal hinein; von dort zu Fuss auf Wanderwegen über Schopfern zur Alp; oder bis Gsteig und von dort auf Bergwanderwegen über Schopfi zu den beiden Stafeln (Wanderbuch 3094, Route 3).
       
    Touristische Informationen 1963 war geplant, das Alpgebiet dem Wintersport zu erschliessen ("Die Initiative liegt jedoch nicht bei den Alpansprechern."); sämtliche Transporte für die Alpschaft wären damit gratis ausgeführt worden...
    Der waldreiche Hang unterhalb wird von Forststrassen und Wanderwegen durchzogen; im Rücken das Tschärzistal mit der Nachbaralp Hinter Wallegg (vgl. dort 841-33); gegenüber liegen das grossartige Gebiet der Wispillen und der Chrinepass nach Lauenen, die äusserste Etappe der "Hinteren Gasse" von oder nach Meiringen resp. die 15. auf der --> Alpenpassroute (http://www.wandersite.ch/Alpenpassroute.html#Hinwe): Der 16. Tag (8.20 h) von Gsteig nach Col des Mosses führt von Gsteig vorerst über Vordere Walig und Topfelsberg, dann Blattipass 1919 m - Seeberg 1712 m - Chalet Vieux 1950 m - Col des Andérets 2034 m - Isenau* 1855 m - 1686 m - Meitreile 1803 m - Marnex 1738 m - La Dix 1741 m - La Premiere 1778 m - Cheraule 1657 m - Oudiou 1702 m - Col des Mosses 1437 m.
    Entsprechend wird auf Topfelsberg ein Bergbeizli geführt, das auch mit Tagesausflüglern gute Frequenzen aufweist.
    Der Blick geht auch über Gsteig ins steile und wilde Sanetschgebiet und vom Topfelsberg auch in die Alp Reusch und aufs Oldenhorn (Jubiläumswanderbuch, Route 49; Wanderbuch 3094, Routen 3 und 10; 3097, Route 15).
       
    Infrastruktur Heute führt eine Forststrasse von der Barriere über Tuxberg oder aus dem Tschärzistal dorthin und über Schopfernvorsass und Vordere Wallegg bis auf den Topfelsberg. Alpinterne Wege sind erstellt und gut unterhalten. Die ehemalige Materialseilbahn ist abgebrochen.
    Energieversorgung durch Dieselaggregat, Sonnenkollektoren und Akkus.
    Jedes Alpgebäude hat seine eigene Wasserversorgung. Die Quellen sind auf beiden Sennten trockensicher und gut.
       
    Stafel  Die Alp nach alter Bezeichnung "Vorder Walegg" bildet die zwei einstafligen Sennten Vordere Wallegg 1819/S 2125 und Topfelsberg 1820/S 2116.
       
    Bestossung Vorder Walig + Topfelsberg :  96 Stösse   in 80 Tagen (Mitte Juni bis Anfang September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 80
    Normalstösse : 76
       
    Weideflächen 128 ha  Weideland ,  15 ha  Waldweide,  8 ha  Wildheu ,  15 ha  Streueland  Total  166 ha
       
    Besonderes zur Alp Die Alp ist geseyt für 78 Rindersweide (RW), zusätzlich 5 RW Bergweid und 2 RW Vogtsweid. Die Gebäude sind in Privatbesitz. Das älteste auf Topfelsberg ist von 1895, vorher wegen der geringen Höhendifferenz von Walig aus geatzt, das jüngste von 1918 wird nur noch als Stall benutzt. Die Gebäude auf Walig stammen alle aus dem 18. Jh. oder sind sogar älter.
    1966 wurden im Alpkataster interessante Meliorationsvorschläge gemacht, welche bis zu 20 Kuhschweren mehr Bestossung hätten erlauben sollen! Heute werden die Milchkühe nur noch auf den Weideteilen gehalten, die mit Hofdünger regelmässig bedient werden, was auch zu einer grossen Ertragssteigerung geführt hat. Das Wildheu wird nicht mehr eingebracht. Hingegen bringt man die Streue gemeinsam ein.
    Die Alp wurde 2002 so in Vordere Wallegg und Topfelsberg (nicht zu verwechseln mit der Alp Topfel(sberg) 841-43) geteilt, dass die beiden Stafel heute durch die zwei Sennten parallel bestossen werden. Die Maischen beider Sennten weiden den ganzen Sommer an der E-Flanke des Walighürli und werden dort etwa dreimal pro Woche kontrolliert. 
       
         
     
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