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Bern
Niedersimmental
Diemtigen
Galm/Unt. Huttenweid
 
 
Galm/Unt. Huttenweid Alp Kataster Nr: 762-097+102 Seite neu laden Feedback
mutiert: 08.08.2009 13:35:57 Zugriffe:
Sennten
  • 27380 - Galm
  •    
    Titelbild Galm
    Blick vom Inneren Mittelberg nach N auf die ganze Alp mit der Sennhütte ob der Bildmitte und der Galmschibe oben rechts..
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2008
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Diemtigen / Niedersimmental (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Privatalp von Jakob Regez, Ernst Regez und Roseli Regez-Schwenter (Wittwe des Erwin Regez) zusammen mit der Unteren Huttenweide (762-102); Kontaktperson vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Jakob Regez-Stutz
    Geissboden, Lizi
    3757 Diemtigen
    Tel: 033 684 15 23
       
    Landeskarten 1:25000   ADELBODEN  1247
    1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Galm 
       
    Koordinaten 606125/154575  E 7° 31' 6.56
    E 7.518488 - N 46.542435
       
    Höhe ü. M. 1947 m
       
    Lage der Alp Galm auf 1860 - 2350 m schliesst die SW-Flanke der Galmscheibe ein, ist steil, trocken, aber zumeist gutgräsig. Die milchige würzige Grasnarbe ist weit herum bekannt. Bei Wetterumschlag windexponiert und rau.

    Der eigentliche Unterstafel Rebers-Weide (im Alpkataster 1967 auch "Stotzige Weide" genannt, richtig beschrieben, aber auf Karte falsch eingezeichnet) am NE-Hang des Fildrichbaches ist durchwegs steil, vielfach schattig und micht weidgängig. 10 ha Weide, 8 ha steiles Heuland. Er wird als Vor- und Nachweide für Rinder genutzt; ist LN.

    Die Untere Huttenweide (762-102b) grenzt auf 1320 - 1410 m an das Kulturland am W-Hang von Schwenden, allgemein ziemlich steil, nicht besonders weidgängig und mit Treien belegt; stark mit Grotzen und Alpenerlen durchsetzt (stets bekämpft, aber sehr hartnäckig). Deren Unterstafel Geissboden (762-102a) liegt auf dem Talboden von Schwenden auf 1170 - 1200 m ist LN und wird heute hauptsächlich geheuet).
       
    Wege zur Alp Auf der Diemtigtalstrasse Richtung Schwenden/Grimmialp und kurz davor Abzweigung (für Huttenweid von dort zu Fuss oder über Gurbs - Obere Huttenweid, vgl. dort) links Richtung Kiley bis Vorder Fildrich; mit der Bahn bis Station Oey-Diemtigen (669 m), mit dem Postauto bis Schwenden/Grimmialp oder eine Haltestelle unterwegs; ab Grimmialp-Steppenblüte (altes Kurhaus, 1214 m) eine der Wanderweg-Varianten über Fildrich und auf alten oder neuen Wegen zum Galm, ca. 7 km (Wanderbuch 3094, Route 40 bis Mittelberg).
       
    Touristische Informationen Galm liegt in der Kiley, einem riesigen, eindrücklichen Kessel, vielgestaltig, mit reicher und abwechslungsreicher Flora und Fauna. Die Kiley enthält mehrere Alpen, die heute grossenteils im Eigentum der IG Kiley-Alpen sind und ihre Milch an die zentrale Bio-Alpkäserei Kiley im Vorder Fildrich liefern.
    Der Bergwanderweg auf die Männlifluh (2652 m) oder über den Otternpass (2278 m) auf die gleichnamige Alp im Adelboden führt über die Nachbaralpen; oder nach W gelangt man über Nessli und Raufli auf Rauflihorn und Grimmifurgge mit Abstieg über Grimmialp zurück oder ins Fermeltal und nach Matten im Obersimmental (Wanderbuch 3094, Routenvarianten 40; 3100, Route 22).
    An der Unteren Huttenweid vorbei führen Wanderwege in die Kiley.
    Auf Hinter Fildrich, Ausser Mittelberg (www.voralpen-ohne-grenzen.ch) und Oberberg werden Übernachtung, Verpflegung und Apero-Möglichkeiten angeboten. Im Zusammenhang mit dem Naturpark-Projekt Diemtigtal laufen bereits Anfragen für Erlebnistourismus.
    Jedes Jahr am 1. Mittwoch nach dem 2. August findet hier ein Viehmarkt in grosser Aufmachung statt.
    Im alten Kurhaus Grimmialp das Erholungs- und Tagungszentrum "Steppenblüte", Dienstgemeinschaft u. Communität der Schwestern, Ferienheim u. Ferienwohnungen, 3757 Schwenden, 033 684 80 00, E-Mail: steppenbluete-grimmialp@freesurf.ch.
       
    Infrastruktur Stichweg zum Galm von Mittelberg aus dem die ganze Alp Kiley voll erschliessenden Netz von Güterstrassen und Güterwegen.
    Energieversorgung: Dieselaggregat.
    In Trockenperioden mitunter Wassermangel auf Galm, da die halboben entspringende Quelle sehr trockenempfindlich (der geplante Wasserbezug zum Hauptstafel von Oberberg durch eine enorm lange Wasserleitung kam wegen hoher Kosten nicht zur Ausführung). Im oberen Teil nur Zisterne, 1987 neu gemacht und vergrössert.

    Huttenweid:
    Untere Huttenweide ist strassenmässig nicht erschlossen; die Transporte erfolgen sehr beschwerlich über die Obere Huttenweide.
    Energieversorgung: keine (nur Rinder)
    Wasserversorgung: als Rindertränke Bachwasser zugeleitet.
       
    Stafel  1 einstafliges Senntum für das Milchvieh; die Unterstafel nur für Rinder; oberster Teil nur Schafe.
       
    Bestossung Galm :  50 Stösse   in 80 Tagen (Mitte Juni bis Anfang September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 80
    Normalstösse : 40
       
    Weideflächen 92 ha  Weideland  Total  92 ha
       
    Besonderes zur Alp Ohne Schafalp hat Galm eine Seyung von 22 Kuhschweren. 1967 wird festgehalten: Güllewirtschaft, die sich trotz Höhenlage bewähren soll. Sofern die Alp nicht durch die Familie Regez selber bewirtschaftet werden könnte, würde sie wahrscheinlich vorteilhafter als Galtviehalp genutzt.

    Die zusätzlichen 2 kleineren Vorsassen im Talgebiet von Schwenden waren 1967 wohl Rebers Weid und evtl. Untere Huttenweid, die noch heute genutzt werden. Rebers Weide diente bis anfangs 1990er Jahre für Milchkühe, heute nur noch für Rinder als Vor- (Ende Mai - Mitte Juni) und Nachweide (Mitte September - Oktober, je nach Schnee, für die eigenen).
    Güllewirtschaft (auf Galm 30 Güllerohre vorhanden); Unterteilung des Weideganges auf Galm ist bereits 1967 erfolgt.
    2003 konnte die Familie Regez die Untere Huttenweide, die sie schon vorher bewirtschaftet hatte, kaufen (762-102, unterhalb Bärtschis Ob. Huttenweide 762-101) und nutzt sie für Rinder. Deren Seyung beträgt 17 3/4 Kuhschweren; ihr Unterstafel Geissboden, früher restlos geweidet, wird heute hauptsächlich geheuet, vorwiegend als Jahresbetrieb genutzt. 
       
         
     
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    Mittwoch 24.04.2019