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Oberried am Brienzersee
Riedernalp Vogts-Aellgäu
 
 
Riedernalp Vogts-Aellgäu Alp Kataster Nr: 589-7 Seite neu laden Feedback
mutiert: 16.07.2007 12:34:40 Zugriffe:
Sennten
  • 4001 - Vogts-Aellgäu - Müllerschwand
  • 4002 - Vogts-Aellgäu - Bramisegg
  • 4003 - Vogts-Aellgäu - Vogelmatt
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    Titelbild Riedernalp von W
    von der Habchegg aus gesehen: die drei Stafel unter Tannhorn und Ällgäuhorn.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2002
       
    Bilder zur Alp

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    Gemeinde / Amtsbezirk Oberried am Brienzersee / Interlaken (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Eigentümer sind die beiden politischen Gemeinden Oberried und Niederried; bewirtschaftet wird die Alp durch die Bergschaft Vogts-Ällgäu in Oberried;
    Präsident: Schär Eduard, Talacher,
    3853 Niederried, 033 849 15 45, Mobile 079 454 02 24.
       
    Info zur Alp
       
    Landeskarten 1:50000   INTERLAKEN  254
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Mirrenegg 
       
    Koordinaten 639600/181100  E 7° 57' 25.84
    E 7.957177 - N 46.779893
       
    Höhe ü. M. 1380 m
       
    Lage der Alp Die über 7 km langgezogene Alp liegt am abwechslungsreichen, welligen und teilweise felsigen N-Hang des Riedergrates, zwischen Augstmatt- und Tannhorn auf 1180 - 2040 m und reicht im W bis an die Emme. Im angrenzenden Luzernbiet gehören 40 ha der Alp "Schwand" (Pfosteregg) dazu. Auftriebs- und Hauptstafel "Müllerschwand" als Alpterrasse mit Lehmboden enthält grössere Flächen Moorboden, teilweise als Streueland genutzt und zudem, obschon trittempfindlich, beweidet. Die oberen und SW gelegenen Alpteile sind ausgesprochen gutgräsig. Lawinen und Geröll überführen immer wieder diese Alpteile, auch besteht Absturz- und Steinschlaggefahr für das Vieh. Die sehr verschieden gelegenen und bewirtschafteten Alpteile bieten ein reichhaltiges Spektrum an interessanten Pflanzengesellschaften.
       
    Wege zur Alp Vom Brienzersee (565 m) her (wo die Alp politisch und eigentumsmässig hingehört!) über die 1918 m hohe Ällgäu Lücke des Brienzergrates, wer den steilen, langen Aufstieg und den rüden Abstieg zur Alp nicht scheut.
    Viel angenehmer der Anstieg vom Kemmeriboden Bad (976 m) her, wohin man mit dem PW oder dem Postauto von Schangnau (das ab Wiggen ebenfalls mit dem Postauto erreichbar ist) gelangt. Über verschiedene Wanderwege kommt man, auch direkt ab Schangnau, in die einzelnen Teile der Alp (Wanderbuch 3096, Route 21; 3100, Route 18).
       
    Touristische Informationen Von der Riedernalp aus erreicht man den Brienzergrat mit seiner atemberaubenden Aussicht auf die gegenüberstehende Alpenkette und Tiefsicht auf den fast senkrecht unter einem liegenden Brienzersee über die Allgäu Lücke (oder tiefe Gumm, 1918 m) mit den Aufstiegsmöglichkeiten zu Allgäuhorn, Schnierenhörnli und Gummhorn (2047 m, 2069 m, 2040 m);
    der Abstieg an den Brienzersee schlägt gewaltig in die Knie... (Wanderbuch 3100, Route 18).
    Aus dem SW Teil der Alp gelangt man über die Hochmoorlandschaft der Lombachalp (vgl. dort) ins Tal von Habkern, dessen Kulturlandschaft durch die scheunenübersäten Hänge charakterisiert ist (Wanderbuch 3096, Routen 1 und evtl. 2; 3100, Routen 18 und 19).
    Ende August findet jeweils die Riederen-Chilbi statt, ein gross angelegtes Volksfest.
       
    Infrastruktur Die Alp ist seit 1976 mit einer Güterstrasse bis auf den Mittelstafel erschlossen, die aber für Ober- und Niederried über Thun - Schallenberg - Kemmeriboden führt! Deshalb wurde bis 2000 ein Teil des Viehs über den Brienzergrat (die 1918 m hohe Ällgäu Lücke) oder über Interlaken - Habkern aufgetrieben; 2002 treiben nur noch zwei Bauern im Herbst ihr Vieh zu Fuss ab der Alp. Innerhalb der Alp gibt es 2001 Güterwege und Wirtschaftswege verschiedenen Zustandes. Die frühere Milchseilbahn vom Oberläger ins Vogts-Aellgäu besteht noch, wird aber nicht mehr benutzt, da die Milch auf dem Jeepweg mit einem Schilter-Einachser heruntergeführt wird.
    Der Unterstafel ist seit 1983 ans Stromnetz der BKW angeschlossen; die andern Stafel mit Dieselgeneratoren.
    Die zentrale Wasserversorgung ab einer Quelle im Ällgäuli wurde 2001 neu erstellt und genügt auch den Anforderungen der neuen zentralen Alpkäserei.
       
    Stafel  Riedernalp bildete 2002 noch die drei dreistafligen Sennten 4001, 4002, 4003; dabei wird auf Oberläger nicht gekäst, sondern die Milch mit der Seilbahn auf Vogts-Aellgäu gebracht. Die neue gemeinsame Alpkäserei "Müllerschwand" auf Mürrenegg ist im Rahmen einer Gesamtmelioration 2002 erstellt worden. Sie verkäst seit 2003 unter der Senntennummer 4001 die Milch der beiden Sennten 4001 und 4003 und auch die der oberen Stafel. Seit 2006 besteht eine Strasse nach (Schönisei-)Schwand, und der Pächter, Jakob Stalder, 6192 Wiggen, liefert die Milch in die zentrale Alpkäserei. Das Senntum 4002 Bramisegg käst 2007 noch selbständig.
       
    Bestossung unterer Stafel  :  112 Stösse   in 15 Tagen (Mitte Juni bis Ende Juni)
    mittlerer Stafel  :  112 Stösse   in 15 Tagen (Ende Juni bis Mitte Juli)
    oberer Stafel  :  112 Stösse   in 30 Tagen (Mitte Juli bis Mitte August)
    mittlerer Stafel  :  112 Stösse   in 20 Tagen (Mitte August bis Anfang September)
    unterer Stafel  :  112 Stösse   in 20 Tagen (Anfang September bis Ende September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 100
    Normalstösse : 112
       
    Weideflächen 463 ha  Weideland ,  33 ha  Waldweide,  68 ha  Wildheu ,  35 ha  Streueland  Total  599 ha
       
    Besonderes zur Alp Die Alp wurde 1451 durch Urkunde den Gemeinden Ebligen und Oberried (mittlerweile fusioniert) sowie Niederried zugeschrieben.
    Die im Kanton Luzern gelegene Vorweide "Küblisbühl" ist an einen Bestösser aus Niederried verpachtet.
    Die ausgedehnten Waldweide- und Streuelandgebiete und Teile der eigentlichen Weide bilden heute das 90 ha umfassende Moorschutzgebiet mit eingeschränkter Nutzung; die Wildheuplanggen werden kaum mehr genutzt.
    Aus Konsequenzgründen werden unter den einzelnen Sennten die Angaben zum Sommer 2002 aufgeführt (in dem die Detail- und Fotoaufnahmen erfolgten) mit dem Hinweis auf die seit 2003 geltende Ordnung. 
       
         
     
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