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Rämisgummen Alp Kataster Nr: 901-26 Seite neu laden Feedback
mutiert: 10.10.2006 11:16:00 Zugriffe:
Sennten
  • 1201 - Rämisgummen
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    Titelbild Mittlere Weide: Gebäudegruppe
    Mittler Rämisgummen: Ansicht der schönen Häusergruppe mit den nachwachsenden Schattbäumen von Norden; links die Sennhütte, rechts der Stall, vorne der Käsespeicher von 1935 von Zimmermeister Kühni aus der Gohl
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2001
       
    Bilder zur Alp
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    Gemeinde / Amtsbezirk Eggiwil / Signau (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Gehört als Privatalp seit 1684 zur Herrschaft Rümligen und gehörte damit seit 1927 der legendären Madame Louise Elisabeth de Meuron - von Tscharner; seit 1980 ihrer Enkelin, Sibylle Agnes von Stockar.
       
    Landeskarten 1:25000   EGGIWIL  1188
    1:50000   ESCHOLZMATT  244
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Mittelrämisgummen 
       
    Koordinaten 631600/192075  E 7° 51' 11.46E 7.853183 - N 46.879043
       
    Höhe ü. M. 1220 m
       
    Lage der Alp Rämisgummen ist eine der grössten, bestgelegenen, ideal weidegängigen und gutgräsigen Alpen im Emmental in einer Höhenlage von 1090 – 1300 müM; sie umfasst auch einige ha Selbstversorgungsacker; die Alp ist zur Hauptsache westexponiert, an einem muldigen, sanften, teilweise etwas vernässten Hang. Sie zerfällt in drei Stafel, die alle auf etwa gleicher Höhe liegen. Alle Stafel waren ursprünglich als Alpkäsereien eingerichtet, und man zog mit dem ganzen Zügel einige Male hin und her. Heute ist nur noch Mittler Rämisgummen mit Milchkühen bestossen. Auf dem Nebenstafel Schärmtannensiten wird das eigene, auf der kleinen Ländersitenweid (18 ha am steilen Osthang im Kanton Luzern gelegen) fremdes Jungvieh gesömmert.
       
    Wege zur Alp Fahrsträsschen von Trubschachen oder Eggiwil bis Hinter Blappach, Güterstrasse (für Anstösser) bis Chäserenegg und auf Feldwegen bis zum Hauptstafel; zu Fuss von Langnau (670 m) über die Hohwacht (1036 m) als Höhenwanderung ca. 4 Stunden mit abwechslungsreichen Ausblicken; von Eggiwil (739 m) über Läber – Grosshorben – Pfyffer ca. 3 Stunden oder über Steinboden oder sogar wildromantisch durch den Geissbach ca. 2 Stunden oder aber über Hinten – Hinter Blappach ca. 3 Stunden;
    nächste Bahnstationen Trubschachen (740 m) oder Wiggen (788 m), ca. 7 km resp. 6 km auf Wanderwegen (Wanderbuch 3065, Route 36).
       
    Touristische Informationen Panoramaaussicht vom Rämisgummenhoger (höchster Punkt der Alp: 1300 m); Grenzpfad Napfland; Höhenwanderung über Wachthubel (1414 m, mit Panoramaaussicht) nach Schangnau (Jubiläums-Wanderbuch 1987, Route 39; Wanderbuch 3065, Route 33).
    Im Bärbachgraben, 1,5 km S befindet sich in der Hohlenfluh das bekannte Fluhhäuschen, Tagelöhnerwohnung (ähnlich wie bei Krauchthal), heute nicht mehr bewohnt. Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten bestehen heute im Berghaus „Erika“ auf der Nachbaralp Geisshalden (knapp 2 km im NE von Mittler Rämisgummen).
    Anfangs September wird ein öffentlicher Chästeilet durchgeführt, ein geselliger Anlass mit vielen alpeigenen Produkten (erstmals am Sonntag 8. September 2002).
       
    Infrastruktur Die Güterstrassen zur Alp und die Wege innerhalb für die wirtschaftlich nötigen Fahrten und Transporte sind in den letzten Jahrzehnten öffentlich und privat ständig verbessert worden und sind zweckmässig;
    Stromversorgung durch das Netz der BKW;
    eigene Quellwasserversorgung, teilweise mit einem Widder hergeleitet.
       
    Stafel  1 einstafliges Senntum; dazu 4 als Parallelstafel genutzte Weiden, die in sich noch unterteilt sind.
       
    Bestossung Rämisgummen :  127 Stösse   in 120 Tagen (Ende Mai bis Anfang Oktober)

    Alpzeit (gesamte, total) : 120
    Normalstösse : 152
       
    Weideflächen 116 ha  Weideland ,  5 ha  Waldweide,  3 ha  Streueland ,  5 ha  Heueinschlag  Total  129 ha
       
    Besonderes zur Alp Die Familie Fankhauser hielt seit Anbeginn Schwarzfleckvieh; bis Ende 1950er Jahre reines, aber auf Milch und Gehalt gezüchtetes Freiburger Schwarzfleckvieh, seit den 1960er Jahren zunehmend mit Friesen eingekreuzt; das Vieh brachte bis 2001 alljährlich Alpaufzug und Alpabzug („Züglete“) über je 28 - 30 km zu Fuss hinter sich (Winterquartier früher Grosshöchstetten, dann Schlosswil)!
    Weitere Informationen findet man in verschiedenen Reportagen und im Aufsatz "Rämisgummen - eine emmentalische Herrenalp" von Paul Schenk (erschienen im Burgdorfer Jahrbuch 1986 und als Separatdruck bei der ROTH-Stiftung in Burgdorf).
    Auf den 1. Januar 2002 hat nach 150 Jahren der Pächter gewechselt. Neu haben die Familien Schenk, Geissschwand, Eggiwil, den Rämisgummen in Pacht. 
       
         
     
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    Freitag 30.07.2010