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Barwengen
 
 
Barwengen Alp Kataster Nr: 843-134+135 Seite neu laden Feedback
mutiert: 24.08.2012 17:23:11 Zugriffe:
Sennten
  • 5002 - Barwengen-Kessel
  • 5003 - Ausser Barwengen
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    Titelbild Ausser Barwengen von NE
    Die mächtige Hütte mit Blick Richtung Berzgumm, Wasserngrat, Brüschgrat und Oldenhorn.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2005
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Saanen / Saanen (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Genossenschaftsalp der Alpkorporation Barwengen mit 18 Alpansprechern; Kontaktperson ist der Bergvogt, vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Niklaus Bühler
    Oberriedstrasse 8
    3775 Lenk
    Tel: 033 733 32 44
       
    Landeskarten 1:25000   ZWEISIMMEN  1246
    1:50000   WILDSTRUBEL  263
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Parwenge 
       
    Koordinaten 593000/148700  E 7° 20' 50.88
    E 7.347468 - N 46.489578
       
    Höhe ü. M. 1836 m
       
    Lage der Alp Zwei ausgedehnte, hauptsächlich nach N ausgerichtete Alpmulden erstrecken sich vom hinteren Kaltenbrunnental über Saanerslochgrat, Horetube, Amsleregrat und Gandlauenen auf 1700 - 2010 m über die drei Gemeinden Saanen, Zweisimmen und St. Stephan. Durch das wellige, hügelige Terrain bilden sich verschiedene Sonn- und Schattenlagen. Die beiden Sennten sind heute gegeneinander abgezäunt und umfassen je eine der Mulden. Der Stafel Ausser Barwengen befindet sich auf der Krete, dem Übergang zum Turbachtal, leicht geschützt durch einen markanten Hügel, aber dennoch windexponiert. Der Stafel Barwengen-Kessel liegt E anschliessend zwischen Amsler- und Gandlauenengrat. Die Alp ist sowohl dem West- wie dem Ostwind stark ausgesetzt. An den eher steilen S-Hängen und trockenen Kreten trifft man eine harte, borstige Grasnarbe an, aber etwa die Hälfte der Weiden ist gutgräsig; der Kessel mit eher "linderer", besserer und kräuterreicherer Grasnarbe. Die generell recht gute Weidgängigkeit wird durch einige steile Partien ungünstig beeinflusst, und verschiedene fällige Stellen werden ausgezäunt. Das oberste, steile Gebiet nach Barwengenkessel ist separat für Galtvieh ausgeschieden.
    An verschiedenen Stellen verursacht undurchlässiger Lehmboden ausgedehnte Sumpfstellen, die nur als Streue genutzt werden können. Aber sonst ist der Boden nebst einigen rutschigen Flanken trocken und relativ fruchtbar.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW von Saanenmöser auf der Hornberg-Güterstrasse bis "Uf de Chessle" (Hornberg, 1811 m); oder mit der Bahn von Bulle oder Montreux über Saanen oder von Spiez - Zweisimmen bis Saanenmöser (1269 m) und mit der Schwebebahn auf das Horneggli (1770 m); oder von Zweisimmen mit der Rinderbergbahn zum Gipfel (2004 m) und über den Gandlauenengrat zur Alp; oder mit dem Postauto ins Turbachtal (Haltestelle Sattler, 1320 m); und von irgendeiner Station zu Fuss auf Wanderwegen zur Alp (in vielen Varianten: Wanderbuch 3094, Routen 13 und 23; Rundwanderbuch 3097, Route 10).
       
    Touristische Informationen Das Paradegebiet resp. Paradies für Sommer und Winter um Hornberg - Saanersloch - Rinderberg ist mit Bergbahnen von Schönried, Saanenmöser und Zweisimmen her bestens erschlossen, landschaftlich sehr vielgestaltig, bietet von Hornfluh, Hüenerspil, Horntube, Saanerslochfluh, Gandlauenengrat und Rinderberg wunderbare Panoramasichten und ist auch mit Restaurationsbetrieben gut versehen (z.B. Uf de Chessle und Rinderberg), von schicken Restaurants bis zu heimeligen Bergbeizli; auf der Nordflanke angenehmes Wanderwegnetz, im Südabsturz zum Turbach ist das Wandern auf Bergwanderwegen anstrengender und risikoreicher. Die Route Rinderberg - Horneggli führt direkt am Stafel Barwengen vorbei (Wanderbuch 3094, Routen 13 und 23; Rundwanderbuch 3097, Route 10).
       
    Infrastruktur Die Alp ist voh Saanenmölster her mit einer Güterstrasse bis Hornbergkessel und von dort aus mit einem geschotterten Güterweg einigermassen erschlossen. (Die Zufahrt dient auch dem N unterher benachbarten Oberen Schwarzenberg in notdürftiger Fortsetzung und mit Wegrecht). Die Bestossung der Alp erfolgt heute vor allem über Hornberg; weitere Zügelwege führen aus dem Turbach und über St. Stephan - Reulissen herauf.
    Energieversorgung mit Dieselaggregaten, Solarzellen und Akkus, wird auf 220 V transformiert. Man rechnet damit, dass mit der neuen Schwebebahn von St. Stephan herauf der BKW-Netzanschluss ermöglicht wird (eventuell schon 2006?).
    Das eigene Wasser aus trockensicheren und guten Quellen reicht für die ganze Alp. Es sind auch mehrere Weidebrunnen eingerichtet. Auf dem höhergelegenen Galtviehstafel besteht bei Schönwetterperioden Wassermangel.
       
    Stafel  Barwengen bildet die beiden einstafligen Senntum 5002/CH-6010 und 5003/S 2013.
       
    Bestossung Barwengen :  131 Stösse   in 78 Tagen (Ende Juni bis Anfang September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 78
    Normalstösse : 102
       
    Weideflächen 158 ha  Weideland ,  4 ha  Waldweide,  7 ha  Wildheu ,  3 ha  Streueland ,  1 ha  Heueinschlag  Total  173 ha
       
    Besonderes zur Alp Ausser- und Inner-Barwengen resp. Barwengenkessel gehören als eigentliche Alpeinheit zusammen und bilden eine einzige Alpkorporation. Hingegen wurden sie im Alpkataster von 1965 als zwei Alpen der Gemeinde Saanen zugeordnet und als Nr. 843-134 und 843-135 behandelt, weil auch Barwengen-Kessel bewirtschaftungs- und eigentumsmässig nach Saanen orientiert ist, obschon ein grosser Teil in den Gemeinden Zweisimmen und St. Stephan liegt. Insgesamt ist die Alp für 156 3/12 Kuhrechte geseyt (gerechnet wird in Zwölfteln, wobei eine Kuh 15/12 gerechnet wird). Im Luafe der Zeit wurde sie durch einen Marchzaun getrennt und weiter in fünf Weideschläge unterzäunt. Auf Barwengen-Kessel entfallen davon 72 6/12 und auf Ausser-Barwengen 83 9/12 Kuhrechte. Hingegen wird eben die Alprechnung gemeinsam geführt inkl. Wegrechnung; aber die Hüttenrechnung erfolgt getrennt. Die Wildheuflanken wurden schon 1965 nicht mehr genutzt. Die 25 ha der verschiedenen Feuchtstandorte (in drei Gemeinden gelegen!) bringen rechte Beiträge; zusammen mit den Beträgen aus den Skilift-Entschädigungen kann die Alp im Schuss gehalten werden! 
       
         
     
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