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Breitenboden Alp Kataster Nr: 785-18 Seite neu laden Feedback
mutiert: 06.11.2017 10:29:42 Zugriffe:
Sennten
  • 3801 - Breitenboden Abplanalp
  • 3802 - Breitenboden Winterberger
  • 3803 - Breitenboden Zumbrunn
  • 3804 - Breitenboden Huggler-Hütte
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    Titelbild Breitenboden, USt Im Broch
    Blick von W über den Unterstafel in die Engelhörner.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2006
       
    Bilder zur Alp

    Alle Photos
       
    Gemeinde / Amtsbezirk Meiringen / Oberhasli (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Alpgenossenschaft Breitenboden mit 80 Alpansprechern; Kontaktperson ist der Präsident, vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Franz Winterberger
    Willigen
    3860 Meiringen
    Tel: 033 971 17 76
       
    Landeskarten 1:50000   INTERLAKEN  254
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Broch 
       
    Koordinaten 653700/169900  E 8° 8' 25.76
    E 8.140489 - N 46.678160
       
    Höhe ü. M. 1428 m
       
    Lage der Alp Breitenboden liegt zwischen den ebenfalls grossen Alpen Grindel (Gde. Schattenhalb) und Scheidegg (Gde. Grindelwald) auf 1390 - 2680 m. Der Unterstafel Broch liegt in der Rosenlaui-Talebene, direkt an der Scheideggstrasse und reicht über den sonnigen SE-Hang hinauf nach dem Mittelstafel Schotten, auf der Krete, und Pfanni, in der Mulde des gleichnamigen Baches. Die Stafelgrenze ist stark mit Waldweide durchsetzt und Mittel- sowie Oberstafel mit Alpengreiskraut und Blacken. Mehrheitlich ist aber die Grasnarbe gut bis sehr gut. Oberhalb Schotten im Altläger sind hartgräsige Komplexe in grösserem Ausmass.
    Das ausgedehnte Weidegebiet Im Obersten Breitenboden liegt oberhalb der 2000-m-Kote, und es vergeht kaum ein Sommer, in dem dieser Stafel nicht während der Bestossung mehrmals mit Schnee bedeckt wird. Die weite, namengebende Mulde weist eine ESE-Exposition auf, ist allgemein stark kupiert, aber fast durchwegs kräuterreich und gutgräsig. Der ganze Stafel ist jedoch sehr stark den Lawinen unterworfen. W des Garzen steigt das Vieh bis auf die Wasserscheide und erreicht somit die höchste mit Rindvieh beweidete Krete des Kantons auf 2680 m. Es kommt aber im Oberststafel gelegentlich zu Tierabstürzen.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW von Meiringen/Willigen her auf der Scheideggstrasse (Bergpoststrasse) ins Rosenlauital bis Broch oder Schwarzwaldalp. Mit der Bahn bis Meiringen (600 m) und zu Fuss oder mit dem Postauto bis Broch (Unterstafel, 1428 m) oder einer anderen Haltestelle und zu Fuss auf die oberen Stafel der Alp auf 1750 und 2050 m (Wanderbuch 3096, Routenvariante 30; 3097, Route 29; 3100, Route 1; oder obendurch sehr anspruchsvoll 3101, Route 7b).
       
    Touristische Informationen Eindrücklich ist im weiten Talboden von Broch (im berühmten Rosenlauital zwischen Rosenlaui und Schwarzwaldalp) die Ansammlung von Sennhütten und Käsespeichern, die zum Teil sehr alt sowie sehr schön gebaut und verziert sind (von namhaften und unbekannten Künstlern oft gezeichnet, gemalt und gestochen); aber auch das Hüttendorf in der rauen Weite "Im Obersten Breitenboden" ist prägnant - und von dort steigt das Milchvieh noch 600 m hinauf! Im Unterstafel Broch, in einer touristisch interessanten Lage, werden durch Breitenboden-Älpler auch gastronomische Aktivitäten angeboten.

    Ebenfalls auf dem Unterstafel steht die Brochhütte der SAC-Sektion Oberhasli mit gastronomischem (täglich 1 Menu) und Übernachtungs-Angebot (43 Schlafplätze); sie wird geführt von Sandra Dellenbach aus Innertkirchen (vgl. Reportage im "Schweizer Bauer" von Jacqueline Graber vom 05 08 15).

    Die gewaltige Ausdehnung der Alp selbst - bis in die riesige Mulde über der Baumgrenze - ist überwältigend. Der Weg (übrigens ein Teilstück der mehrtägigen Wanderung "Hintere Gasse", Wanderbuch 3100, Routen 2ff) führt weiter über die Grosse Scheidegg nach Grindelwald (vgl. dort und auch www.via-alpina.com; auch Wanderbuch 3096, Route 30; 3097, Route 29; 3101, Route 7b).
       
    Infrastruktur Der Unterstafel ist durch die öffentliche Scheideggstrasse für alle Fahrzeuge erreichbar. Auf den Mittelstafel führt ein alpinterner Verbindungsweg, der mit PW befahrbar ist. Der Oberstafel ist nur mit robustem landwirtschaftlichem Fahrzeug erreichbar.
    Energieversorgung mit Dieselgenerator und Solaranlagen.
    Die Wasserversorgung ist trockensicher aus Quellen, in den obersten Randpartien ergänzt durch Schneewasser.
       
    Stafel  Vier dreistaflige Sennten käsen mit einer Zulassungsnummer: 3801/S 2136, 3802/S 2135, 3803/S 2069, 3804/S 2104.
       
    Bestossung Broch :  236 Stösse   in 17 Tagen (Mitte Juni bis Ende Juni)
    Pfanni/Schotten :  236 Stösse   in 14 Tagen (Ende Juni bis Mitte Juli)
    Oberberg :  236 Stösse   in 40 Tagen (Mitte Juli bis Ende August)
    Pfanni/Schotten :  236 Stösse   in 10 Tagen (Ende August bis Anfang September)
    Broch :  236 Stösse   in 25 Tagen (Anfang September bis Ende September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 106
    Normalstösse : 250
       
    Weideflächen 449 ha  Weideland ,  38 ha  Waldweide,  16 ha  Wildheu ,  7 ha  Streueland  Total  510 ha
       
    Besonderes zur Alp 1/3 des Viehs kommt aus umliegenden Gemeinden. Wildheu und Streue werden längst nicht mehr gewonnen. Die Sömmerungsbeiträge vom Bund werden seit Jahren bei der Alpgenossenschaft behalten und eingesetzt für Sanierungen wie Quellfassungen, Geräteschopf, Hüttenbeiträge usw.

    Die Werkmannshütte Im Obersten Breitenboden von 1948 mit Pferdestall (Nr. ..... ??, heute Stierenstall) wurde 1998 zur "Schulstube" umgebaut, in welcher der Sommerlehrer haust und unterrichtet (2006 Stefan Seiler aus Wilderswil)!

    Die Werkmannshütte im Broch (Nr. 1584) mit Pferdestall und Gemach ist datiert 1756: Fleckenblock, Bruchsteinfundament, läges Schindelsatteldach.

    Die nicht mehr alpwirtschaftlich genutzten Gebäude dürfen vermietet werden; es muss aber sichergestellt sein, dass sie im Unglücksfall als Notarbeits- und Schlafstätten nutzbar bleiben; also Feuerhaus und Stube müssen auch nach Umbau und Umnutzung intakt sein!

    Früher hatte das Kloster Interlaken seine Hand auf dieser Alp.

    Breitenboden wird seit Jahren durch die gleichen Leute bewirtschaftet; sehr gutes Verhältnis untereinander mit gegenseitiger Aushilfe; man ist eine verschworene Gemeinschaft.

    Medicus beschreibt diese Alp 1795. 
       
         
     
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    Donnerstag 13.08.2020