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Hasliberg
Gummenalp
 
 
Gummenalp Alp Kataster Nr: 783-16 Seite neu laden Feedback
mutiert: 25.06.2007 19:07:25 Zugriffe:
Sennten
  • 2421 - Gummen
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    Titelbild Gummenalp im Nebel von SW
    Gesehen von der Seilialp; der weisse Punkt in Bildmitte ist die Muggestutzkäserei.
    Copyright / Datum: Beat Straubhaar / 2006
       
    Bilder zur Alp

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    Gemeinde / Amtsbezirk Hasliberg / Oberhasli (BE)
       
    Rechtsform / Eigentümer Die Alp ist Eigentum der Bäuertgemeinde Hasliberg; Kontaktperson ist der Alpvogt, vgl. hinten.
       
    Info zur Alp
    Hans Kuster-Feuz
    Bortli
    6085 Hasliberg
    Tel: 033 971 67 91
       
    Landeskarten 1:50000   SUSTENPASS  255
    zu bestellen im toposhop
       
    Referenzpunkt Undere Stafel 
       
    Koordinaten 660475/176525  E 8° 13' 47.66
    E 8.229905 - N 46.737173
       
    Höhe ü. M. 1635 m
       
    Lage der Alp Gummenalp liegt zwischen 1300 und 2250 m SW an Planplatten und ist hauptsächlich nach W exponiert. Der eher kleine Unterstafel ist ausgesprochen weidgängig mit Ausnahme der zersplitterten Waldweidekomplexe, die als Schneefluchtweide dienen. Soweit gedüngt, dominiert eine gute, kräuterreiche Flora, während die Ausweide Borstgrasbestände aufweist.
    Demgegenüber herrscht im Oberstafel bis in die obersten Randgebiete hinauf eine melkige, würzige Grasnarbe vor (Romeyen, Muttern, Wegerich = Adelgras usw.). Hingegen ist der weitläufige Stafel windexponiert und wetteranfällig; der Stafel Seemad ist dieselbe Flur wie der von Mägisalp, durch eine exponierte Nase vom Hohmad herab getrennt. Ähnlich den übrigen Alpen hat Gummen gemäss Alpkataster von 1971 nicht weniger als 3 Ausmelkplätze, die insgesamt um die 2 Wochen bestossen werden, jedoch nur von den zwei obersten Senntenbetrieben [was seither wohl gewaltig geändert hat??]. Verglichen mit den übrigen Alpen kann die Lawinengefahr auf Gummen als gering taxiert werden.
       
    Wege zur Alp Mit dem PW von der Brünigpassstrasse her über Hohfluh bis Wasserwendi (ca. 1250 m). Mit der Brünigbahn bis auf die Passhöhe, mit Postauto bis Reuti und von dort mit der Gondelbahn bis Bidmi (1428 m) oder Mägisalp (1700 m) oder mit der Gondelbahn direkt von Meiringen dorthin und über den Zwergenweg zur Alp. Von jeder Anfangs- oder Zwischenstation kann man auf dem Wander- und Bergwanderwegnetz auf verschiedenen Routen in die Alp gelangen (Wanderbuch 3096, Route 28).
       
    Touristische Informationen Über den ganzen Hasliberg erfüllt ein reiches Angebot von touristischen Anlagen manche Wünsche nach Fahren, Wandern, Biken, Besichtigungen, Erlebnissen und vor allem immer wieder fantastischen Aussichten. Für Labung, Verpflegung und Herberge ist reichlich gesorgt. Planplatten heisst das Topstichwort ("Alpen tower"), aber auch sonst ist viel Schönes zu sehen (Wanderbuch 3096, Routen 28 und 35; 3097, Route 27).
    Der Zwergenweg ("Muggestutz") ist eine leichte Wanderung. Die 5 km lange Route (nicht kinderwagengängig) spricht vor allem Kinder zwischen ca. 4 bis 10 Jahren an. Verschiedene Erlebnisposten laden zum Spielen und Verweilen ein. Von der Mägisalp (Bergstation Gondelbahn, 1708 m) geht der Weg leicht abwärts nach Bidmi (Mittelstation, 1428 m). Reine Wanderzeit von ca. 2 Stunden. Wem der Zwergenweg zu kurz ist, kann zum Beispiel statt mit der Reuti- mit der Twing-Gondelbahn in die Höhe fahren und von der Käserstatt in rund eineinhalb Stunden über den Murmeliweg zur Mägisalp (Start Zwergenweg) wandern.
       
    Infrastruktur Die Alp ist heute bis zum Hauptstafel mit einer Güterstrasse erschlossen. Auf die Oberstafel führt ein rüder Jeepweg.
    Energieversorgung durch Dieselaggregat.
    In beiden Stafeln und auch im untersten Zipfel "Laas" hat es reichlichst sehr kühles alpeigenes Quellwasser (6 Grad C), an dem auch die Wasserversorgung Reuti hängt und mit dem noch Strom gewonnen werden kann (1400 l/Min.!)??
       
    Stafel  Die Alp bildet das für die Milchkühe zweistaflige, für die Alpkäseherstellung einstaflige Senntum 2421/S 2102. Im E Teil der Alp werden die Mutterkühe gesömmert, auf dem Parallelstafel Laas die Rinder und auf dem Oberstafel Lägerli (auf 1840 m) mit einem Freilaufstall während 75 Tagen die Kälber.
       
    Bestossung Undere Stafel + Laas :  115 Stösse   in 37 Tagen (Anfang Juni bis Mitte Juli)
    Obere Stafel :  115 Stösse   in 30 Tagen (Mitte Juli bis Mitte August)
    Undere Stafel :  115 Stösse   in 38 Tagen (Mitte August bis Ende September)

    Alpzeit (gesamte, total) : 105
    Normalstösse : 120
       
    Weideflächen 187 ha  Weideland ,  17 ha  Waldweide,  4 ha  Wildheu ,  1 ha  Streueland  Total  209 ha
       
    Besonderes zur Alp Gummenalp
    "Wohl die ruhigste von allen
    Ist die schöne Gummenalp,
    Wo die frohen Jodler schallen,
    Weilt der Senn mit Kuh und Kalb.
    Wenn die Winterstürme tosen
    Freut sich mancher schon aufs Lossen."
    (aus dem Gedicht von Walter Huber, 1896-...... (??), rapportiert von Hans Zenger/240742)

    Die Wildheuflanken werden schon im Alpkataster 1971 als ungenutzt bezeichnet, und auch die Streue wird nicht mehr eingebracht. Die Gebäude sind in Privatbesitz. Die Gummenalp ist geseyt für 110 Kuhrechte. Pro Stoss müssen 8 Stunden Gemeinwerk geleistet werden.
    Das frühere Engstlen-Senntum von Gummen hat seit 1980 als Voralp die Arnialp (damals von Moosbühlen getrennt).
    Das Unwetter vom 23 08 05 hat im Gebiet Reuti-Meiringen, zu dem auch Gummenalp gehört, gewaltige Schäden angerichtet, die auch 2006 noch gut sichtbar sind. 
       
         
     
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